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Krebs
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Strahlentherapie nie ohne vorherige Medikationsanalyse

Ob zur Heilung, zur Schmerzlinderung oder zur Verbesserung der Lebensqualität: Jeder zweite Krebspatient muss sich im Laufe seiner Erkrankung einer Strahlentherapie unterziehen. Was sollten Betroffene rund um die Bestrahlung wissen, auch im Hinblick auf Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel?
AutorKontaktChristiane Berg
Datum 15.12.2020  07:00 Uhr
Nebenwirkungen meist zeitlich begrenzt und behandelbar

Nebenwirkungen meist zeitlich begrenzt und behandelbar

Trotz modernster Technik könne es in unmittelbarer Folge der Bestrahlung auch heute noch zu leichten Hautrötungen, sonnenbrandähnlichen Beschwerden und gereizten Schleimhäute kommen. Diese Beschwerden seien jedoch zeitlich begrenzt und medikamentös behandelbar. Auch das Risiko eines Zweittumors nach 10 bis 30 Jahren aufgrund der Bestrahlung sei gering. Der Nutzen der Strahlentherapie übersteige in der Regel die möglichen Risiken um ein Vielfaches. »Auch wenn die Strahlentherapie nicht für alle Krebsarten geeignet ist, bei der Behandlung vieler Krebserkrankungen stellt sie eine wichtige Methode dar, die häufig maßgeblich zur Heilung beitragen kann«, so Weg-Remers.

Die technischen Weiterentwicklungen der Nuklearmedizin haben es mit sich gebracht, dass gesundes Gewebe in der Umgebung des Tumors geschont werden kann und die Rate der Nebenwirkungen gering ist. »Viele Betroffene verkraften die Behandlung sehr gut und sind wenig bis gar nicht eingeschränkt. Andere Patienten empfinden die Zeit der Bestrahlung insgesamt als anstrengend – obwohl sie kaum sonstige Nebenwirkungen verspüren und ihre Erkrankung gut auf die Behandlung anspricht«, macht das DKFZ auch auf seiner Homepage deutlich.

Ob Haut- und Schleimhautschäden oder Schluckbeschwerden, Haarausfall und Fatigue: Mit Blick auf unerwünschte Ereignisse und Komplikationen seien nicht nur Art und Lage des Tumors sowie die Strahlendosis, sondern auch mögliche Begleiterkrankungen sowie der Allgemeinzustand des Patienten von Bedeutung.

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