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Serdar Yüksel
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SPD will Primärversorgung »anders denken«

Der neue Gesundheitsminister müsse sich »flott« einarbeiten, so der SPD-Gesundheitspolitiker Serdar Yüksel mit Blick auf das anstehende Primärversorgungsgesetz, das noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll. Seine Partei wolle, dass Carsten Linnemann erfolgreich wird, »weil wir wirklich keine Zeit verlieren dürfen«.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 10.09.2026  10:30 Uhr

Klare Spielregeln in der Primärversorgung

Die Hausärztin plädierte auch für ein interprofessionelles Primärversorgungssystem. »Wir stecken im Gesundheitssystem in einem Transformationsprozess«, sagte sie. Mit Blick auf das Primärversorgungsgesetz und -system fügte sie hinzu: »Jeder will steuern. Aber wer kann das und wer hat das gelernt?«

Susanne Wagenmann, alternierende Aufsichtsratsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, sagte: »Wir brauchen klare Spielregeln. Das sieht man überall im Ausland, wo solche Modelle laufen.«

»Wir haben die Aufgabe, die Scopes der einzelnen Berufe klar zu definieren: ›Wer darf was und wo gibt es Überschneidungen?‹«, stimmte Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, zu. Man könne sich Kompetenzen teilen, müsse aber auch sagen, welche Aufgabe zu welchem Beruf gehört. »Wir haben momentan nicht die Vernetzung«, sagte sie. Es würde nur Delegationen geben.

»Wir müssen schon abbremsen. Wann ist es Delegation und wann ist es Substitution? Wann trage ich als Ärztin das gesamte gesetzliche Risiko?«, fragte Christiane Wessel, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin sowie stellvertretende Bundesvorsitzende beim Virchowbund. Mit Blick auf die Politik sagte sie, dass es noch viel zu klären gebe.

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