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Kantonale Unterschiede
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Schweiz: Impfen mit Tot- und Lebendimpfstoffen

In der Schweiz dürfen sowohl Tot- als auch Lebendimpfstoffe in Apotheken verabreicht werden, doch die Impferlaubnis in Apotheken variiert je nach Kanton. Mit der geplanten Änderung des Krankenversicherungsgesetzes ab 2027 könnte sich die Rolle der Apotheken noch erweitern.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 13.03.2026  13:30 Uhr

Gelbfieber-Impfung nicht in Apotheken möglich

Einige Kantone erlauben auch die Verimpfung von Lebendimpfstoffen. Diese Öffnung sei zunächst ein politisch sensibles Thema gewesen, führt von Burg weiter aus. Diese erfolgte schrittweise und kantonal unterschiedlich. Im Kanton Zürich beispielsweise bleiben Lebendimpfstoffe wie Masern, Mumps, Röteln, Windpocken ausdrücklich ausgeschlossen. In anderen Kantonen sind alle Impfungen gemäß schweizerischem Impfplan für Apothekerinnen und Apotheker erlaubt.

Als einzige Impfung mit Lebendimpfstoff ist die Gelbfieber-Impfung nicht für die Verabreichung in Apotheken erlaubt. Sie darf grundsätzlich nur von Ärztinnen und Ärzten in Zentren mit einer offiziellen Bewilligung für Gelbfieberimpfungen durchgeführt werden. Eine Tollwut-Impfung ist präexpositionell in Apotheken möglich, postexpositionell nur ärztlich.

Manche Kantone erlauben auch Lebendimpfstoffe

PharmaSuisse sieht beim Thema Impfen in der Schweiz noch Verbesserungsbedarf: Eine einheitlichere Regelung in allen Kantonen sei wünschenswert, ebenso die Öffnung aller Impfstoffe für die Apotheken, mehr Vertrauen in die pharmazeutische Fachkompetenz, eine einfache Vergütung sowie eine stärkere Einbindung in kantonale und nationale Impfprogramme.

Als internationale Vorbilder nannte von Burg Portugal mit seiner fortschrittlichen Einbindung von Apotheken in Prävention und Public-Health-Themen sowie Frankreich. Dort gebe es positive Erfahrungen mit Apotheken bei der HPV-Impfung und es würden auch jüngere Kinder geimpft. »In einigen Ländern profitiert die Bevölkerung längst vom Potenzial der Apothekerschaft. Wir verpassen hier eine echte Chance.«

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