Die Recherche zeigte, dass die Einstufung einzelner Arzneistoffe in verschiedenen Publikationen häufig nicht einheitlich ist. Dies fiel insbesondere bei den Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten auf. Bei der Interpretation bestehender Einstufungen ist zudem zu berücksichtigen, dass die Bewertungsgrundlage häufig nicht transparent ist und die Unabhängigkeit der Bewertung nicht immer beurteilt werden kann.
Wie bei jeder Literaturrecherche sollten daher mehrere Quellen herangezogen und verglichen werden. Einstufungen basieren immer auf dem aktuellen und verfügbaren Wissensstand. Die Aktualität der Daten sollte stets beachtet werden. Nach jedem Paravasat sollte der eingetretene Schaden kritisch bewertet, dokumentiert und – sofern möglich – publiziert werden. Nur so lassen sich bestehende Einstufungen fortlaufend aktualisieren und Arzneistoffe mit bislang unklarem Risiko fundierter bewerten.