Carola Reimann ist seit Januar 2022 Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes. Mit Vertragsende wird sie das Amt abgeben. / © IMAGO/IPON
Reimann werde ihre Aufgaben bis Ende 2027 weiterhin unverändert wahrnehmen, teilte der Bundesverband heute mit. Die Entscheidung sei ihr nicht leichtgefallen, betonte Reimann: »Für die AOK-Gemeinschaft und den AOK-Bundesverband zu arbeiten, ist eine der schönsten Aufgaben im deutschen Gesundheitswesen.« Dennoch werde sie nach Vertragsende aus ihrem Amt als Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands ausscheiden. Der Vertrag läuft noch bis Ende 2027.
Die zuständigen Gremien und Mitarbeitenden wurden demnach bereits informiert. Die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden Susanne Wagenmann (Arbeitgeberseite) und Lutz Schäffer (Versichertenseite) äußerten Bedauern über den bevorstehenden Abschied. Über die weiteren Schritte werde nun in den zuständigen Gremien beraten.
Reimann ist promovierte Biotechnologin und war lange aktive SPD-Politikerin. Von 2000 bis 2017 gehörte sie dem Bundestag an, wo sie unter anderem gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion und von 2009 bis 2013 Vorsitzende des Gesundheitsausschusses war. Anschließend wechselte sie in die Landespolitik und amtierte von 2017 bis 2021 als niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerin. Seit Januar 2022 ist sie Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes.