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Delegiertenversammlung LAK Hessen
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Primärversorgung ist Proaktiv-Konzept

Proaktiv handeln, kooperativ sein und weiterhin Druck ausüben: Das waren die roten Fäden der gestrigen Kammerversammlung der LAK Hessen. Was heißt das konkret? Die Delegierten forderten zum einen per Resolution die ersatzlose Streichung der geplanten Kassenabschlagserhöhung und zum anderen von der ABDA ein professionelles Verhandlungsteam in Sachen Verhandlungslösung.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 19.06.2026  10:30 Uhr
Primärversorgung ist Proaktiv-Konzept

Dass das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) sowie die – wenn auch – gestaffelte Erhöhung des Apothekenhonorars nun in trockenen Tüchern sind, könne als großer Erfolg verbucht werden, sagte Franziska Erdle, seit einem halben Jahr bei der ABDA als Hauptgeschäftsführerin in Amt und Würden, bei ihrem ersten Besuch der Delegiertenversammlung der Landesapothekerkammer Hessen. Schließlich wäre die tatsächliche Verabschiedung bis wenige Stunden zuvor eine Hängepartie gewesen. »Da hat die Apothekerschaft wirklich etwas erreicht.«

Proaktives Handeln und vorausschauende Planung wie die umgehende Vorstellung des Primärversorgungskonzepts durch die ABDA seien der richtige Weg, um die Stärkung der Apotheke vor Ort auch in Politikerkreisen voranzutreiben. »Wir müssen möglichst vor die Welle kommen«, beschrieb sie das »Gut-vorbereitet-Konzept« einer erfolgreichen Lobbyarbeit. »Auch wenn es einen Riesenwiderhall vonseiten der Ärzteschaft gegeben hat, war es die richtige Strategie.« Die Apothekenreform biete nun eine Reihe von Möglichkeiten, sich mit Impfungen, pharmazeutischen Dienstleistungen & Co. im Gesundheitswesen zu positionieren.

Apropos proaktives Handeln: Dieses sei dringend – so wurde in der sich anschließenden Diskussion deutlich – auch bezüglich der ab 2028 anstehenden Verhandlungslösung erforderlich. Dieses neue Element der Apothekenvergütung und Baustein der Apothekenreform sieht vor, dass der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der GKV-Spitzenverband dann die Höhe des Fixums sowie des prozentualen Zuschlags einmal jährlich eigenständig aushandeln und dem Bundesgesundheitsministerium als Vorschlag unterbreiten.

Aufgrund der Nachfrage von Vizepräsidentin Dr. Schamim Eckert gaben die Delegierten denn auch Erdle die Hausaufgabe mit auf den Weg, ein kompetentes Verhandlungsteam aus Strategen, Juristen und erfahrenen Verhandlern auf Seiten des DAV zusammenzustellen und ins Rennen zu schicken. 

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