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Schott Pharma
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Pharmazulieferer planen kurzfristiger

Christian Mias ist der neue Kopf an der Spitze des Pharmazulieferers Schott Pharma. Auch ihn treiben Welt- und Zollpolitik um, dennoch blickt er optimistisch nach vorn. Warum das so ist.
AutorKontaktdpa
Datum 30.04.2026  15:40 Uhr
Pharmazulieferer planen kurzfristiger

Der neue Chef des Pharmazulieferers Schott Pharma sieht das Mainzer Unternehmen für die vielen weltpolitischen Spannungen und Wirren der US-Zollpolitik gewappnet und erwartet steigende Erlöse.

»Die Perspektive sieht wieder besser aus«, sagte Christian Mias. 2026 sei ein Übergangsjahr, in den Folgejahren 2027 bis 2029 sei mit sechs bis acht Prozent Umsatzwachstum zu rechnen. Mias übernimmt zum 1. Mai den Posten des Vorstandschefs bei dem Mainzer Unternehmen.

»Ich glaube, dass die Gesamttrends in der Industrie durchaus in Ordnung sind und dass auch wir gut aufgestellt sind«, betonte Mias. Er löst an der Firmenspitze Andreas Reisse ab, der in den Ruhestand geht. Reisse hatte Schott Pharma 2023 an die Börse gebracht. Das Unternehmen stellt unter anderem Spritzen aus Glas und Spezialglaskunststoff, Ampullen und Fläschchen für den Medizinbereich her, beschäftigt weltweit rund 4800 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von rund 986 Millionen Euro.

»Man muss mit kürzeren Zyklen arbeiten«

»Wenn ich auf US-Zölle blicke, hilft uns das Portfolio mit den High-Value-Solutions«, sagte Mias. Damit sind margenstarke Premium-Verpackungsprodukte und Dienstleistungen für die Pharmaindustrie gemeint. Bei denen sei der Zollanteil nicht das entscheidende Kriterium, sagte Mias. Angesichts der Geopolitik dürfe man heutzutage zwar nicht aktionistisch werden. Entscheidungen müssten aber engmaschiger hinterfragt werden als früher, weil sich Rahmenbedingungen so schnell änderten. »Man muss mit kürzeren Zyklen arbeiten.«

Für die Weiterentwicklung von Schott Pharma nennt Mias, der bereits mehrere Führungspositionen in dem Unternehmen innehatte, zwei Stoßrichtungen: »Innovation sowie Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit bezüglich Kosten«. Neue innovative Therapieansätze würden häufig Hand in Hand gehen mit spezifischen Anforderungen an die Aufbewahrungslösungen. An dem Punkt sieht der Manager Chancen, aufgrund der langjährigen Expertise der Mainzer.

Ein Beispiel seien großvolumige Spritzen für Arzneimittel. »Es ist nicht einfach, aus einer kleinen Spritze eine große Spritze zu machen. Das ist technisch doch eine größere Herausforderung«, sagte Mias. Ein anderes Beispiel seien Behältnisse für Antikörper-Wirkstoff Konjugate, die müssen lichtundurchlässig sein. Bei Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten sollen Wirkstoffe der Chemotherapie mit Hilfe von Antikörpern gezielter an Krebszellen gebracht werden.

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