| Johanna Hauser |
| 28.05.2026 14:30 Uhr |
Nachdem Weichmacher und deren Abbauprodukte im Urin von Kindern 2024 für große Aufregung gesorgt hatten und Sonnencremes als Quelle ausgemacht worden waren, hatte die EU-Kommission für Verbrauchersicherheit Mitte 2025 einen Höchstwert von 1 mg/kg Sonnenschutzmittel für den UV-A-Filter Di-n-hexylphthalat (DnHexP) festgelegt. In Tests von 2024 lag der Gehalt 2024 bei bis zu 21 mg pro kg Sonnencreme. Das hat zu einem Umdenken geführt, schreibt »Öko-Test«.
In den aktuell getesteten Produkten sind – bis auf eine Ausnahme – keine Weichmacher nachweisbar. Und auch die Ausnahme liegt bei einem Gehalt von deutlich unter 1 mg pro Kg, schreibt »Öko-Test« anerkennend.
Lediglich bei den Umweltaspekten bemängelt »Öko-Test«, dass zum Teil nach wie vor synthetische Polymere eingesetzt würden, die in der Umwelt schwer abbaubar seien. Pauschale Aussagen wie »korallenfreundlich« oder »sanft zur Umwelt« seien irreführend. Mitnichten seien Alternativen zu Octocrylen und Co. per se unbedenklich. Auch gebe es keine Definition für »sanft zur Umwelt«.
Die vom Industrieverband Körperpflege und Waschmittel (IKW) formulierten sieben Anwendungs- und Warnhinweise seien nicht bei allen Herstellern vollständig auf der Verpackung abgebildet worden. Das geht besser, meint »Öko-Test«.