| Johanna Hauser |
| 28.05.2026 14:30 Uhr |
Mit einem guten Sonnenschutz lässt sich der Sommer in vollen Zügen genießen. / © Getty Images/Catherine Delahaye
In der Vergangenheit sorgten Berichte über Sonnschutzcremes bei Kindern immer wieder für Verunsicherung: Potenziell hormonwirksame UV-Filter, verbotene Weichmacher, niedrigere Lichtschutzfaktoren (LSF) als angegeben.
Genug Anlass für das Magazin »Öko-Test«, das Prüfprogramm anzupassen und auszuweiten. Mithilfe spezialisierter Labore fühlten die Tester nun 22 Produkten auf den Zahn, darunter namhafte Hersteller wie Nivea, Ladival und La Roche-Posay. Das Fazit: überwiegend positiv. 13 Produkte erhielten die Bestnote »sehr gut«. Erstmals, schreibt das Magazin, sei kein Produkt wegen schädlicher UV-Filter herabgestuft worden. Zudem wies kein Produkt gesundheitlich bedenkliche Stoffe auf.
Trotz des überwiegend positiven Fazits wurden vereinzelte Mängel gefunden. Ein Knackpunkt ist dabei der mineralische UV-Filter Zinkoxid. Denn auf diesen scheint die genormte Bestimmungsmethode für Filtersubstanzen nicht anwendbar zu sein. Da der LSF bei dem einen betroffenen Produkt mit den von Öko-Test angewandten Methoden nicht zu bestimmen sei, erhielt das Präparat kein Gesamturteil.
Auch sei die Bezeichnung »Nano« in dem Zinkoxid-basierten Produkt nicht zuverlässig in der Inhaltsstoffliste angegeben. Gemäß Kosmetikverordnung ist dies verpflichtend, wenn über 50 Prozent der Partikel eines mineralischen UV-Filters in Nanogröße eingesetzt werden.
Zudem sieht das Verbrauchermagazin den Einsatz von Benzylalkohol in als »parfümfrei« deklarierten Produkten kritisch. Die Redaktion führt hierzu ein 2018 veröffentlichtes Statement des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Rheinland an, nachdem die Bewerbung »parfümfrei« irreführend ist, wenn Benzylalkohol zugesetzt ist. Dabei spiele der Zweck des Zusatzes, beispielsweise als Konservierungsmittel, keine Rolle, zumal die Kosmetikverordnung wegen des allergenen Potenzials von Benylalkohol eine klare Deklarationspflicht vorsehe.