| Johanna Hauser |
| 29.05.2026 09:00 Uhr |
Ein wunder Po kommt wohl bei jedem Wickelkind mal vor. In der Regel helfen Wundschutzcremes gut gegen die Entzündung. / © Getty Images/skynesher
Nicht jeder Windelwechsel muss damit einhergehen, dass eine Schutzcreme aufgetragen wird. Solange die Haut des Babys gesund ist, ist dies nicht notwendig. Ist die Haut jedoch gereizt und entzündet, kommen klassischerweise Wundschutzcremes zum Einsatz, die die Haut beruhigen und trocken halten sollen, um so die Entzündung zurückzudrängen.
Das Verbrauchermagazin »Öko-Test« hat jetzt 19 Wundschutzcremes, darunter solche von Weleda, Hipp, Linola und Nivea, getestet. Erfreulicherweise schnitten die meisten Produkte mit »gut« oder »sehr gut« ab. Lediglich bei zweien gab es Abzüge. Die Gründe dafür sind ein Schwermetallbefund sowie der Zusatz von Parfüm und die irreführende Verwendung »hypoallergen«.
Bei einem getesteten Produkt liegt der gefundene Schwermetallwert zwar oberhalb des vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichten Werts, bis zu dem Verunreinigungen als technisch unvermeidbar gelten. Die Überschreitung dieses Orientierungswertes bedeute noch keine Gesundheitsgefahr. Aber das Messergebnis zeige, zitiert »Öko-Test« das BVL, dass der Hersteller sich mehr Mühe hätte geben können. Nach Angaben des Herstellers soll das Produkt aber mit einer überarbeiteten Rezeptur neu auf dem Markt kommen.
Ferner kritisiert »Öko-Test« den Einsatz von Parfümstoffen, da diese reizend seien und das in einem Produkt, das bereits auf gereizte Haut aufgebracht werde. Unnötig, so das Fazit des Verbrauchermagazins.
Abzüge gab es auch für den Begriff »hypoallergen«. Dieser sei nicht definiert, bemängeln die Tester. Folglich sei die Verwendung nach Auffassung des Deutschen Allergie- und Asthmabunds für Verbraucher nicht hilfreich.
Ein weiterer Stein des Anstoßes ist auch wieder der Einsatz von Benzylalkohol. Gemäß Kosmetikverordnung darf ein Produkt nicht als »parfümfrei« beworben werden, sobald Benzylalkohol zugesetzt ist, und sei es als Konservierungsmittel. Auch hier enttäuscht ein Produkt.
Irritierend findet »Öko-Test« zudem die Kennzeichnung eines Produktes unter anderem als »Sulfat-frei« – bei gleichzeitigem Einsatz von Magnesiumsulfat in der Rezeptur. Glücklicherweise sei jedoch an den meisten Produkte nichts auszusetzen, resümiert das Verbrauchermagazin.