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Ab Kalenderwoche 12

Novavax-Impfstoff kommt in die Apotheken

Bislang wurde der Coronavirus-Impfstoff Nuvaxovid® von Novavax ausschließlich in Impfzentren und durch mobile Impfteams verimpft. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) informiert nun darüber, dass der Impfstoff ab Kalenderwoche 12 auch über die Apotheken verteilt wird.
Benjamin Rohrer
09.03.2022  17:45 Uhr

Der Covid-19-Impfstoff Nuvaxovid®  (NVX-CoV2373) der US-amerikanischen Firma Novavax wurde im Dezember 2021 als fünfter Coronavirus-Impfstoff in der EU zugelassen. Er darf zur Immunisierung von Personen ab 18 Jahren eingesetzt werden. Das Impfschema zur Grundimmunisierung sieht zwei Dosen à 0,5 Milliliter vor, die im Abstand von 21 Tagen in den Muskel verabreicht werden. Nuvaxovid ist ein proteinbasierter Impfstoff (Spaltimpfstoff). Als Antigen enthält er das Spike-Protein von SARS-CoV-2 als gentechnisch hergestelltes Protein.

Bislang wurde das Präparat ausschließlich über die Bundesländer an die Impfzentren und die mobilen Impfteams verteilt. Doch der Start der Novavax-Impfkampagne lief nicht besonders gut. Wahrscheinlich hat sich das Bundesgesundheitsministerium auch deswegen jetzt dafür entschieden, den Impfstoff nun ebenfalls über das restliche, bereits etablierte Bestell- und Auslieferungssystem (Großhandel – Apotheke – Leistungserbringer) in den Verkehr zu bringen. Die exklusive Belieferung der Länder soll ab Kalenderwoche 12, also ab dem 22. März, nicht mehr erfolgen.

Alle Leistungserbringer (niedergelassene Ärzte, Betriebsärzte, Kliniken und andere) sind nun dazu aufgerufen, den Impfstoff erstmals bis zum 15. März in den Apotheken zu bestellen. Auch für die Offizinen, in denen gegen das Coronavirus geimpft wird, gilt diese Bestellfrist.

Nur in Berlin hatte es bei der Anwendung des Novavax-Impfstoffes bislang einen Sonderweg gegeben. Von der ersten Fuhre erhielt das Land Berlin zunächst 63.000 Impfdosen. Die Hälfte war laut einer Information der Senatsverwaltung für Gesundheit für die Impfstellen in Tegel und Lichtenberg eingeplant. Die andere Hälfte wurde schon in den vergangenen Wochen im niedergelassenen Versorgungssektor und in Kliniken angewendet und über einige Apotheken verteilt.

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