| Annette Rößler |
| 19.05.2026 12:30 Uhr |
Bekanntermaßen sei eine mangelnde Compliance eines der Hauptprobleme in der Therapie der Hypertonie, lautete Dannenkerils Antwort. Da auch die neuen Arzneistoffe (bis auf Zilebesiran) täglich oral angewendet werden müssten, sei kaum zu erwarten, dass die Compliance bei ihnen besser sei als bei den althergebrachten Wirkstoffen. Die renale Denervation werde aus seiner Sicht also weiterhin einen Stellenwert haben.
Betroffene über die Bedeutung des Risikofaktors Hypertonie aufzuklären, sei fundamental wichtig. »Die Patienten müssen das Problem arterielle Hypertonie ernst nehmen.« Hier sei für Ärzte noch viel Arbeit zu tun – und auch für Apothekenteams, lässt sich aus pharmazeutischer Sicht ergänzen. Ein weiteres Problem sei häufig, die Diagnose überhaupt zu stellen. »In vielen Praxen und Kliniken wird nicht leitliniengerecht Blutdruck gemessen.« Auch hier können Apotheken mit der pharmazeutischen Dienstleistung »Standardisierte Risikoerfassung hoher Blutdruck« einen wichtigen Beitrag leisten.