Pharmazeutische Zeitung online
Prophylaxe

Metaanalyse bestätigt gute Wirksamkeit der Migräne-Antikörper

Antikörper bislang erst, wenn andere Mittel nicht wirken

Antikörper bislang erst, wenn andere Mittel nicht wirken

Zwar werden die Antikörper trotz ihrer von der DGN bereits in der Vergangenheit hervorgehobenen Effektivität nach wie vor nur in Ausnahmefällen vergütet. Viele Betroffene können jedoch von ihnen profitieren, wenn die bislang etablierten Migräne-Prophylaktika nur unzureichende Therapieeffekte zeigen oder unverträglich sind, betonte Diener.

Bereits im Addendum »Prophylaxe der Migräne mit monoklonalen Antikörpern« vom 10. Dezember 2020 machen die Autoren der Leitlinie deutlich, dass die relativ neuen Migräne-Antikörper eine Erweiterung der therapeutischen Optionen in der Migräneprophylaxe darstellen. Nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) sei eine Verordnung der monoklonalen Antikörper bei episodischer Migräne möglich, wenn mindestens fünf der Migräneprophylaktika aus den Wirkstoffgruppen der Betablocker, Calciumantagonisten, trizyklische Antidepressiva oder Antikonvulsiva unverträglich oder kontraindiziert sind. Gleiches gelte für Patienten mit chronischer Migräne, die nicht auf eine Therapie mit Botulinumtoxin A angesprochen haben.

Seite<12

Mehr von Avoxa