Eine neue Umfrage der Barmer zeigt: Die Bevölkerung steht Künstlicher Intelligenz in der Medizin zwar mehrheitlich offen gegenüber, möchte aber weiterhin die Ärztin oder den Arzt als letzte Entscheidungsinstanz behalten. / © Adobe Stock/Toowongsa
Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Barmer zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland den Einsatz von KI in der Medizin zwar positiv bewertet, zugleich aber auch Sorgen hat.
Demnach sehen 71 Prozent der über 18-jährigen Befragten KI in der Medizin positiv. 60 Prozent sind der Meinung, dass sie die Patientenversorgung verbessern wird. Gleichzeitig befürchten 61 Prozent, dass das Gesundheitswesen unpersönlicher wird.
Wie aus der Umfrage hervorgeht, bewerten vor allem junge Menschen den Einsatz von KI in der Medizin eher oder sehr positiv. Die höchsten Zustimmungswerte gibt es in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen mit 78 Prozent, die niedrigsten in der Gruppe der über 60-Jährigen mit 67 Prozent.
Laut der Umfrage befürchten jedoch auch 51 Prozent, dass persönliche Daten beim Einsatz von KI nicht ausreichend geschützt werden könnten. Zudem sind 69 Prozent der Meinung, dass KI die Ärztin oder den Arzt in Zukunft nicht ersetzen kann, auch nicht teilweise. 62 Prozent sind nicht der Ansicht, dass KI künftig genauere Diagnosen erstellen wird als Ärztinnen und Ärzte.
»Ein Großteil der Bevölkerung möchte den Einsatz von KI in der Medizin in einem klar gesteckten, verbindlichen Rahmen. Sie soll den Arzt unterstützen, nicht ersetzen. Das ist auch richtig so. Die letzte Entscheidung muss immer beim Menschen bleiben«, sagt Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer.
Die Befragung fand eigenen Angaben zufolge im Januar und Februar 2026 statt. Dafür wurden 1791 Personen ab 18 Jahren in telefonischen Interviews befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus beziehungsweise minus 3,2 Prozentpunkten.