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Tagesrekord

Mehr als jeder Vierte gegen Covid geimpft

Zwar haben mittlerweile 25,9 Prozent der Bundesbürger ihre erste Impfdosis gegen Covid-19 erhalten, doch Entwarnung bezüglich der Pandemie kann laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch nicht gegeben werden.
dpa
29.04.2021  17:14 Uhr

Mehr als jeder Vierte in Deutschland hat mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervor (Stand: 29.4., 13.30 Uhr). 25,9 Prozent der etwa 83 Millionen Menschen im Land erhielt bereits die erste Impfdosis, 7,5 Prozent den vollen Impfschutz. Zudem seien am Donnerstag erstmal mehr als eine Million Impfdosen gespritzt worden – so viele an einem Tag wie noch nie seit Beginn der Impfkampagne. Dabei führten Arztpraxen 730.000, die regionalen Impfzentren der Länder 360.000 Impfungen durch. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz erster Anzeichen für eine Stabilisierung der Corona-Lage und schnellerer Impfungen zu weiter nötiger Vorsicht gemahnt. «Es gibt Hoffnung», sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. «Aber es gibt noch keine Entwarnung in dieser Phase der Pandemie.» Die Infektionszahlen müssten nicht nur stagnieren, sondern weiter herunter. Es gelte, nun die letzten Schritte nicht zu verstolpern, um dann mit mehr Impfungen auch wieder mehr Alltag zu ermöglichen.

Die dritte Corona-Welle ist nach Einschätzung des RKI abgebremst. Es gebe eine «gute Entwicklung», sagte Präsident Lothar Wieler. Die Fallzahlen seien aber noch zu hoch, auch wenn das exponenzielle Wachstum sich seit Ostern nicht mehr im befürchteten Maß fortgesetzt habe. Sehr wahrscheinlich hätten sich noch mehr Menschen an die Maßnahmen gehalten. Bei Menschen unter 60 Jahre nähmen die Zahlen jedoch zu, bei Kindern deutlich: «Kinder tragen auf jeden Fall zum Infektionsgeschehen bei», sagte Wieler.

Bundesweit ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen so niedrig wie seit rund zwei Wochen nicht mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank nach RKI-Angaben auf 154,9. Niedriger war sie zuletzt am 14. April (153,2), vor einer Woche hatte sie bei 161,1 gelegen. Mit 24.736 gemeldeten neuen Fällen innerhalb eines Tages lagen diese aber weiter auf einem relativ hohen Niveau. «Wir müssen weiter alles dafür tun, um die Fallzahlen zu senken», betonte Wieler. Es gehe darum, Ungeimpfte «auf den letzten Metern» kurz vor der Impfung zu schützen.

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