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US-Zölle
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»Medikamente sollten niemals zur Waffe werden«

Der US-Präsident droht mit neuen Zöllen, diesmal auf Generika. EU-Abgeordnete reagieren auf die Drohungen. Der Pharmaverband Pro Generika warnt vor wirtschaftlichen Folgen für europäische und deutsche Generikahersteller.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 22.07.2026  14:45 Uhr
Pro Generika: Zölle würden vor allem den USA schaden

Pro Generika: Zölle würden vor allem den USA schaden

»Medikamente sollten niemals in Handelskriegen zur Waffe werden«, sagt auch Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika, auf Anfrage der PZ. Das eigenmächtige Durchsetzen nationaler Interessen dürfe nicht zu Lasten von Patientinnen und Patienten gehen – weder in den USA noch in Europa.

Sollten die angekündigten Zölle tatsächlich in Kraft treten, würden sie laut dem Pharmaverband vor allem den USA selbst schaden, da 90 Prozent der verschriebenen Medikamente in den USA Generika seien. Außerdem werde die Mehrheit der benötigten Wirkstoffe aus dem Ausland bezogen, vor allem aus Indien, Europa und China. Zölle von 100 oder gar 200 Prozent würden laut dem Verband ausländische Hersteller aus dem US-Markt drängen – und könnten die Versorgung weiter destabilisieren.

Für europäische und deutsche Generika-Hersteller, die in die USA exportieren, seien wirtschaftliche Folgen zu erwarten. Das genaue Ausmaß hänge davon ab, welche Unternehmen wie stark im US-Markt engagiert seien. Pro Generika kritisiert zudem die Übergangsfrist bis Sommer 2028. Sie gehe an der wirtschaftlichen Realität vorbei, da neuen Produktionswerke Investitionen in Milliardenhöhe und jahrelange Genehmigungsverfahren erfordern. Bei den ohnehin geringen Margen im Generika-Geschäft sei das keine realistische Perspektive.

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