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Covid-19-Impfstoffe

Länder geben rund 2,7 Millionen Impfdosen an Bund zurück

Lange Zeit standen nicht ausreichend Covid-19-Impfdosen für alle Impfwilligen hierzulande zur Verfügung. Mittlerweile hat die Nachfrage stark nachzulassen, sodass die Impfstoffe in den regionalen Verteilzentren nicht mehr abgerufen beziehungsweise dorthin retourniert werden. Insgesamt 15 der 16 Bundesländer geben nun nicht genutzte Impfdosen an den Bund zurück. Ein Großteil entfällt dabei auf den Impfstoff von Astra-Zeneca. 
dpa
PZ
10.08.2021  11:34 Uhr

Angesichts der vorerst geringeren Nachfrage nach Corona-Impfungen geben die Länder rund 2,7 Millionen Dosen aus ihren Verteilzentren an den Bund zurück. Darunter sind 2,58 Millionen nicht benötigte Dosen des Mittels von Astra-Zeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hinzu kommen Dosen von Johnson & Johnson.

Der Bund will die Impfstoffe nun rasch an andere Staaten mit akutem Bedarf spenden. In einem nächsten Schritt sollen die Länder bis zum 20. August auch Rückmeldungen zu nicht benötigten Dosen geben, die schon von den Verteilzentren in die regionalen Impfzentren gebracht wurden - zunächst ebenfalls für die Präparate von Astra-Zeneca und Johnson & Johnson. Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Eine erste Tranche soll jetzt bereits über die internationale Hilfsinitiative Covax an fünf Länder gehen.

Aus den Verteilzentren geben nun 15 der 16 Länder nicht benötigten Impfstoff zurück - nur das Saarland meldete laut der Übersicht keine Dosen dafür an den Bund. Aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sollen demnach allein 922. 000 Dosen des Mittels von Astra-Zeneca zurückgehen, aus Bayern 685. 000 Dosen.

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