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ABDA zu Abschlagsplänen
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»Koalition steht kurz vor einem Wortbruch«

Der Regierungsentwurf eines Beitragsstabilisierungsgesetzes für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist ein »Affront« für die Apotheken. Dies teilte die ABDA in einer Pressemitteilung mit und forderte die im Koalitionsvertrag festgelegte Erhöhung des Fixums.
AutorKontaktPZ
Datum 28.04.2026  17:05 Uhr

Laut ABDA würde die Bundesregierung mit der geplanten Erhöhung des Apothekenabschlags von 1,77 auf 2,07 Euro pro rezeptpflichtigem Medikament die im eigenen Koalitionsvertrag festgeschriebene Stärkung der Apotheken konterkarieren.

»Die Koalition von Union und SPD steht kurz vor einem Wortbruch gegenüber den Apotheken und ihren Teams«, sagt ABDA-Präsident Thomas Preis. Die Erhöhung des Apothekenabschlags sei »inakzeptabel« und würde die Apotheken weiter schwächen.

»Außerdem hat die Koalition immer noch keine konkrete Maßnahme zur mehrfach angekündigten Erhöhung des Festzuschlags der Apotheken auf 9,50 Euro vorgelegt«, teilte der ABDA-Präsident mit. Vor Kurzem forderten die Apotheken mit Protesten die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen dazu auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Fixumserhöhung umzusetzen. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat mehrfach betont, dass die Erhöhung umgesetzt wird, allerdings blockiert dem Vernehmen nach Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD).

Mit Blick auf das anhaltende Apothekensterben sagte Preis: »Weitere Belastungen für die Apotheken sind nach 13 Jahren politisch verursachtem Honorarstillstand nicht mehr möglich! Der Koalition muss klar sein: Mit jeder Schließung einer Apotheke dünnt die Gesundheits- und Arzneimittelversorgung der Menschen weiter aus.«

Die Versorgung der Menschen dürfe nicht zum Spielball von Koalitionsstreitereien werden, fordert der ABDA-Präsident. »Alle drei Koalitionspartner haben den Koalitionsvertrag unterschrieben – und müssen ihn jetzt auch umsetzen. Union und SPD sollten keinen weiteren Glaubwürdigkeitsverlust riskieren.«

In seinem Statement forderte er die Abgeordneten »dringend« auf, das Spargesetz zu korrigieren und auf die Umsetzung des Koalitionsvertrages zu pochen. »Stoppen Sie die geplante Erhöhung des Apothekenabschlags und stabilisieren Sie die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung durch die Apotheken vor Ort!«

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