| Annette Rößler |
| 08.06.2026 12:00 Uhr |
Dabei sind stets zwei Aspekte wichtig: das Gen, um das es geht, und die Zelle, in der das Gen manipuliert wird. Daher haben Gentherapeutika in der Regel einen zweiteiligen Namen – der einigermaßen kompliziert klingt, weil in ihm diverse Informationen untergebracht werden müssen. Verschiedene Silben haben dabei festgelegte Bedeutungen.
Der »Vorname« der Gentherapeutika endet auf -gen, weil er das Gen charakterisiert. Enthält er den Wortbestandteil -cabta-, handelt es sich um eine CAR-T-Zelltherapie (CAR antibody-based targeting). Der »Nachname« der Gentherapeutika steht für die Zelle und endet daher auf -cel. Die Silbe auto- steht dabei für autolog, -tem für Stammzellen. Werden virale Vektoren verwendet, um das Gentherapeutikum einzuschleusen, stehen -parvo- für Parvovirus, -erpa- für Herpesvirus sowie die Endungen -repvec für replizierende Vektoren und -vec für nicht replizierende Vektoren.