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Internationale Untersuchung
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Kinder trinken zu viel süße Limo

Der Zuckerkonsum von Jugendlichen wird maßgeblich durch den Verzehr von zuckergesüßten Getränken bestimmt. Eine bevölkerungsbasierte Studie mit Daten für 185 Länder aus den Jahren 1990 bis 2018 zeigt eine Zunahme des Konsums dieser Getränke.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 12.08.2024  09:00 Uhr
Unterschiede bei den Trends über die Jahre

Unterschiede bei den Trends über die Jahre

Der Analyse zufolge war zwischen 1990 und 2018 der Verzehr dieser Getränke weltweit um 23 Prozent gestiegen. In den verschiedenen Regionen zeigten sich dabei Unterschiede:  So stieg in Afrika südlich der Sahara beispielsweise der Konsum zuckerhaltiger Getränke mit 106 Prozent am stärksten an, während er in Südasien stagnierte. In den  Ländern mit hohem Einkommen nahm der Konsum von 1990 bis 2005 deutlich zu und danach aber wieder ab. 

Dass die weltweite Zunahme des Konsums von Süßgetränken Konsequenzen hat, ist wenig überraschend. So verläuft der Anstieg des Konsums parallel zum Anstieg der weltweiten Fettleibigkeitsraten bei Kindern und Jugendlichen. Diese positive Korrelation zeigte sich über den gesamten Untersuchungszeitraum zwischen 1990 und 2018.

Von 185 Ländern, die in die Analyse einbezogen wurden, wiesen 56 (30,3 Prozent) einen mittleren Konsum gesüßter Getränke von ≥7 Portionen/Woche auf. Diese 56 Länder repräsentieren 238 Millionen Kinder und Jugendliche oder 10,4 Prozent der Weltbevölkerung junger Menschen.

So liefert die hier vorgestellte bevölkerungsbasierte Studie eindeutige Daten, die zeigen, dass der Konsum gesüßter Getränke unter jungen Menschen weltweit von 1990 bis 2018 deutlich gestiegen ist. Wird hier nicht gezielt politisch interveniert, könnten die Folgen zur weiteren Verfestigung der Adipositas-Epidemie beitragen.

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