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Coronavirus
Kekulé: Schnelltests aus der Apotheke für Jedermann

Apotheker sollen aufklären

So weit ist man hierzulande noch lange nicht. Das gilt auch mit Blick auf Impfungen in der Apotheke, die in der Schweiz seit Jahren zum Portfolio der Offizinen zählen. In Deutschland steht man noch ganz am Anfang dieser neuen Leistung. Seit Kurzem impfen Apotheker im Rahmen von Modellprojekten gegen die Grippe und ziehen trotz knapper Impfstoffe ein weitgehend positives Zwischenfazit. »Das Echo ist durchweg positiv«, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein (AVNR). Er zeigte sich zuversichtlich, dass dieser Service langfristig auch in der Regelversorgung Fuß fassen wird. Ähnlich äußerte sich Josef Kammermeier, Vizevorsitzender des Bayerischen Apothekerverbands. Das Impfen sei als Dienstleistung ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Apotheke.

Auch Virologe Kekulé sprach sich dafür aus, das Impfen gegen bestimmte Erkrankungen zum Standard in deutschen Apotheken zu erklären. »Hier muss der Gesetzgeber nachschärfen«, sagte er. Die Impfung gegen das Coronavirus sollten allerdings nur Ärzte übernehmen. So erforderten die Impfstoffe ein spezielles Handling. »Das ist ein ganz heißes Eisen«, so Kekulé. Apotheker könnten dafür in der Aufklärung eine wichtige Rolle übernehmen. Auch AVNR-Chef Preis drängte darauf, die Coronavirus-Impfungen in den Apotheken aktiv zu begleiten. In der Bevölkerung gebe es viele Fragen rund um die Impfstoffe. »Wir müssen informieren und motivieren«, so Preis.

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