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STIKO
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Keine Basisimpfung gegen Covid-19 mehr empfohlen

Die Basisimmunität der Bevölkerung gegen SARS-CoV-2 ist mittlerweile so gut ausgeprägt, dass die STIKO nur noch eine Auffrischungsimpfung für Risikogruppen empfiehlt. Eine Basisimmunisierung ist nicht länger notwendig.
AutorKontaktJohanna Hauser
Datum 10.07.2026  14:00 Uhr

Im aktuellen »Epidemiologischen Bulletin« (28/2026) des Robert-Koch-Instituts sind die aktualisierten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Covid-19-Impfung erschienen. Die STIKO weist darauf hin, dass ein Großteil der Bevölkerung (mehrfach) geimpft sei und zum überwiegenden Teil auch eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht habe.

Dadurch bestehe ein ausreichend guter Schutz vor schwerem Covid-19. Schwere Verläufe seien seit der Omikron-Variante zudem sehr selten geworden. Seitdem sei auch das gesundheitliche Risiko für Schwangere mit dem einer gesunden gleichaltrigen Bevölkerung vergleichbar.

Seit dem Ende der Pandemie gingen die Covid-19-Fallzahlen kontinuierlich zurück. Hospitalisierungen und Todesfälle beträfen vorrangig Menschen ab 75 Jahren. Auch habe sich inzwischen ein saisonaler, eingipfeliger Verlauf etabliert, der im Spätsommer/Frühherbst beginne.

Saisonalität beachten

Aus den genannten Gründen empfiehlt die STIKO nun für Menschen ab 75 Jahren eine Auffrischimpfung gegen Covid-19. Bislang hatte sich die Impfempfehlung aufgrund des Alters auf Menschen ab 60 Jahren erstreckt. Die Indikationsempfehlung für verschiedene Gruppen, die entweder durch bestehende Grunderkrankungen oder aufgrund ihrer Tätigkeit einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, gilt weiter.

Die angepasste Impfempfehlung sowie zukünftig verfügbare Impfstoff-Einzeldosen sollen eine leichtere Umsetzung der saisonalen Auffrischimpfung im Praxisalltag ermöglichen. Die indikationsbezogene Impfquote war in der vergangenen Saison mit lediglich 8 Prozent sehr niedrig gewesen.

Die einmalige jährliche Impfung solle vorzugsweise mit dem Beginn der Saison im Spätsommer/Frühherbst mit einem zugelassenen, Varianten-angepassten mRNA- oder proteinbasierten Impfstoff erfolgen, so die STIKO. Eine nicht erfolgte Impfung kann im Lauf der Saison nachgeholt werden. Die unterschiedliche Saisonalität von SARS-CoV-2 und Influenza solle bei der Wahl des Zeitpunktes der Impfung beziehungsweise Coadministration von Impfungen bedacht werden, empfiehlt die STIKO.

Risikogruppen unverändert

Die Empfehlungen umfassen auch Bewohner von Pflegeheimen inklusive des dort tätigen Personals sowie medizinisches Personal, das einem erhöhten tätigkeitsbezogenen Infektionsrisiko ausgesetzt ist oder besonders gefährdete Risikopatienten betreut. Ebenso Menschen ab 6 Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung sowie bei Bedarf enge Kontaktpersonen und Schwangere mit bestehenden Grunderkrankungen oder schwangerschaftsassoziierten Komplikationen. In der Schwangerschaft kann ab dem zweiten Trimester geimpft werden.

Zu den Grunderkrankungen mit erhöhtem Risiko zählen laut RKI nach wie vor chronische Atemwegs-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen, ein BMI ≥ 30, chronische neurologische oder psychiatrische Erkrankungen, erworbene oder angeborene Immundefizienz, Krebs, Schwangerschaftskomplikationen, Langzeitfolgen nach Covid-19 und syndromale Erkrankungen wie Trisomie 21.

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