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Digital Summit

Keine Angst vor E-Rezept und Versendern

Gemeinsam mit Zur Rose gegen US-Plattformen

Reichlich Werbung für den Einsatz der elektronischen Verordnung machen bekanntlich derzeit die ausländischen Versender, allen voran etwa das Unternehmen Doc Morris, das vom niederländischen Heerlen aus den deutschen Markt bespielt. Walter Oberhänsli, Chef der Doc-Morris-Mutter Zur Rose, betonte auf dem Podium die großen Vorteile, die das E-Rezept für Patienten und Ärzte mit sich bringt.

Vor allem auch Chroniker schätzten den Versandbezug sehr, so Oberhänsli. Boni spielten beim Arzneimittelbezug keine Rolle. »Die Kunden kaufen im Versand wegen der Conveniance und nicht aufgrund von Preisvorteilen«, sagte Oberhänsli. Generell gehe es nicht um Versand gegen stationär. »Was wir machen, ist Grundsätzlich etwas Gutes«, ist  der Zur-Rose-Chef überzeugt. Mit Blick auf die zahlreichen Plattformen, die derzeit im Zuge des E-Rezepts im Internet entstehen, lud er die Vor-Ort-Apotheken ein, sich gemeinsam mit Zur Rose gegen den Markt-Angriff aus den USA zu stemmen. »Lassen Sie uns diese Plattformen gemeinsam anstreben und nicht Playern wie Amazon überlassen.«

Kritik an Foto-Übermittlung des E-Rezept-Token 

Ein weiteres Thema auf dem Podium war die Tatsache, dass mit dem verbindlichen Start des E-Rezepts ab Januar 2022 die Mehrheit der Patienten die zur E-Rezept-Abwicklung konzipierte staatliche Gematik-App nur eingeschränkt nutzen kann. Denn für eine vollumfängliche Nutzung ist eine NFC-fähige Gesundheitskarte erforderlich. Diese steht aber bislang nur rund 10 Prozent der Versicherten zur Verfügung. Deshalb werden die meisten Patienten den E-Rezept-Token zunächst als Papierausdruck nutzen oder den Token als Foto weiterleiten.

Während Oberhänsli diese Notlösung als »pragmatisch« lobt, kritisiert Overwiening die Übermittlung des E-Rezept-Token via Foto als datenschutzrechtliches Desaster. Ein Foto sei leicht zu kopieren. Es könne nicht sein, dass jahrelang datenschutzrechtlich einwandfreie Lösungen für das E-Rezept ausgearbeitet würden, um dann ganz am Schluss Daten per Foto rauszuschicken. »Das ist ein Bruch im System von eklatantem Ausmaß«, so die ABDA-Präsidentin. Sie sieht dringenden Nachbesserungsbedarf und appelliert an die Kassen, schnell zu reagieren. 

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