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Zehn Todesfälle kurz nach Impfung

Kein Kausalzusammenhang vermutet

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand gebe es keine Hinweise, dass die bisher zugelassenen Impfstoffe nicht gegen die inzwischen aufgetauchten Mutationen des Virus wirken, sagte Cichutek. Auch die Pharmafirmen Pfizer (Partner von Biontech) und Moderna zeigen sich zuversichtlich, dass ihre mRNA-basierten Covid-19-Impfstoffe gegen die neuen britischen und südafrikanischen Varianten des Coronavirus wirken. »Wir gehen davon aus, dass wir geschützt sind«, sagte Moderna-Manager Tal Zaks am Mittwoch bei einer EU-Gesundheitskonferenz. Sollte es nötig werden, könnte aber auch »binnen Wochen« eine neue Variante des Impfstoffs mRNA-1273 entwickelt werden.

Pfizer-Chef Albert Bourla sagte, man warte auf weitere Untersuchungsergebnisse zur Wirksamkeit des gemeinsam mit Biontech entwickelten Impfstoffs Tozinameran (Comirnaty®, BNT162b2) gegen die Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika. »Wenn Sie nach meiner Meinung fragen: Ich denke, dass die Ergebnisse positiv sein werden«, sagte Bourla in derselben Veranstaltung. Eine erste Studie fiel positiv aus. 

Die beiden Varianten des neuartigen Coronavirus sind nach ersten Erkenntnissen ansteckender als die ursprüngliche. In Großbritannien hat dies zu einer neuen Pandemiewelle beigetragen. Die Bundesregierung ist sehr besorgt und versucht, die Verbreitung der Mutationen einzudämmen.

Die beiden Pharmamanager versprachen auch weitere Details zu ihren Impfstoffen. So sagte Bourla, im Februar könnten Daten zu der Frage vorliegen, ob der Biontech/Pfizer-Impfstoff neben der Erkrankung Covid-19 auch die Übertragung des Virus verhindere. Zaks sagte, es werde genau beobachtet, wie lang der Impfschutz anhält. »Es sollte mindestens ein Jahr sein, vielleicht länge«», sagte er. 

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