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Vertreterversammlung
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KBV sieht Arzt-Apotheker-Verhältnis verletzt

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) reagiert verärgert auf die Ausweitung der Apotheken-Impfungen. Doch statt den Bundestagsbeschluss zur Verstetigung der Grippe-Impfungen in Apotheken zu kritisieren, nehmen die Ärzte die ABDA ins Visier. Im Gegenzug verlangen die Mediziner nun das Dispensierrecht.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 23.05.2022  16:30 Uhr
Keine Aufgaben von »befreundeten« Professionen übernehmen

Keine Aufgaben von »befreundeten« Professionen übernehmen

Aus Sicht der KBV hat das Vorgehen der ABDA nun sogar dazu geführt, dass die Mediziner die berufspolitische Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern gefährdet sehen. Es sei »aus der berufspolitischen Sicht der Apotheken mehr als fragwürdig, offensiv Aufgaben einer befreundeten Profession zu übernehmen«, erklärte der KBV-Vize. »Als freie und überwiegend selbstständige Heilberufler sind Apothekerinnen und Apotheker eigentlich unsere natürlichen Verbündeten – die meisten von ihnen sehen das zum Glück genauso.«

Im Umkehrschluss fordern die Ärzte nun das Dispensierrecht für Praxen und Notfallambulanzen. Den Erkrankten würden so nach dem Arztbesuch »mühsame Wege der Arzneimittelbeschaffung« erspart.

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