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Telefonbetrug
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Kassenärztliche Vereinigungen warnen vor Datenklau am Telefon

Auf dem Display steht 116117. Doch am Ende der Leitung ist nicht der Patientinnen- und Patientenservice, sondern ein Betrüger. Sachsen und Westfalen-Lippe melden bereits erste Fälle.
AutorKontaktdpa
Datum 30.10.2026  11:10 Uhr

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als Vertretende des Patientinnen- und Patientenservices ausgeben. Die Anrufenden könnten die im Telefondisplay angezeigte Nummer manipulieren, sodass dort die 116117 erscheine, teilt die KV Sachsen mit. Die Betrügenden gäben sich etwa als Ärztinnen, Ärzte oder Mitarbeitende des ärztlichen Bereitschaftsdienstes aus, um an Bankdaten oder andere vertrauliche Informationen zu gelangen.

Den Angaben zufolge wurden in den vergangenen Wochen auch in Sachsen vermehrt solche betrügerischen Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern gemeldet. »Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte keine persönlichen Informationen preisgeben und das Gespräch sofort beenden.« Mitarbeitende des Patientinnen- und Patientenservices fragten niemals nach Bankverbindungen, PINs, TANs oder anderen Zahlungsdaten, heißt es.

Telefonbetrug auch in Westfalen-Lippe

Auch die Kassenärztliche Vereinigung in Westfalen-Lippe (KVWL) warnt vor den Betrugsversuchen am Telefon. »In Hessen etwa berichteten Betroffene vermehrt von Anrufen, bei denen sich die Anrufenden als Mitarbeitende des Patientenservice, als Ärztinnen und Ärzte oder als Vertreter einer Kassenärztlichen Vereinigung ausgeben. Ziel ist es, an sensible persönliche Daten, insbesondere Bankinformationen, zu gelangen«, steht auf der Homepage der Vereinigung.

»Bei der Betrugsmasche nutzen die Täter sogenanntes Call-ID-Spoofing«, also eine technische Manipulation der Rufnummer. Betrügende nutzen so vertrauensvolle und allseits bekannte Nummern, welche allerdings kein Beleg dafür seien, dass auch die vermutete Vereinigung am Telefon sei. »Die KVWL kann diese technische Manipulation der Rufnummernanzeige nicht verhindern«, warnt die Vereinigung weiter.

Die KVen in Bayern, Nordrhein, Berlin und die Bundesvereinigung konnten auf Anfrage der PZ bisher keine Betrugsversuche melden (Stand 30.10.2026, 11 Uhr).

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