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GKV-Spitzenverband
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Kassen wollen keine »diktierte Fusion« 

Der GKV-Spitzenverband hat sich heute gegen eine »von oben diktierte Fusion« von Krankenkassen ausgesprochen. Außerdem warnt er vor einem neuen Finanzloch, das durch Kürzungen der Bundesregierung bei den versicherungsfremden Leistungen entstehen könnte. Der Kassenverband wirft der Bundesregierung sogar verfassungswidriges Handeln vor.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 10.06.2026  17:00 Uhr
»Für Geschenke an einzelne Gruppen, bleibt kein Spielraum«

»Für Geschenke an einzelne Gruppen, bleibt kein Spielraum«

Heute gab das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2026 bekannt. Demnach wird das Defizit im kommenden Jahr 3,5 Milliarden Euro höher ausfallen als bisher prognostiziert. Somit läge das erwartete Defizit nicht bei 15,3 Milliarden Euro, sondern bei 18,8 Milliarden Euro. Anstelle des geplanten kleinen Puffers bliebe eine neue Lücke von 2,5 Milliarden Euro bestehen.

»Der Druck ist noch größer als erwartet. Das Sparpaket soll durch das Parlament gebracht werden, und es sollten weitere Einsparungen geprüft werden«, forderte Wagenmann. Mit Blick auf die Pharmaindustrie, die laut den Krankenkassen verschont blieb, fügte sie hinzu: »Für Geschenke an einzelne Gruppen bleibt kein Spielraum.« Der Bund solle seinen Beitrag leisten. »Weitere Belastungen der Beitragszahlerinnen und -zahler lehnen wir ab«, sagte Wagenmann.

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wird diese Woche in erster Lesung im Bundestag behandelt. Das vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte Paket soll die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten, um ein erwartetes Defizit auszugleichen und eine Anhebung der Zusatzbeiträge zu vermeiden. Warken plant Ausgabenbremsen bei allen Leistungserbringern, aber auch höhere Zuzahlungen für Medikamente sowie Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnerinnen und Ehepartnern.

Die Ärzteschaft hat heute zu Praxisschließungen aufgerufen, um Widerstand gegen die Pläne der Bundesregierung zu zeigen. Auch die Pharmahersteller laufen gegen die GKV-Sparpläne Sturm und melden nun verfassungsrechtliche Bedenken an. Für die Apothekerschaft ist dabei besonders relevant, dass der Kassenabschlag dauerhaft um 30 Cent auf 2,07 Euro erhöht wird.

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