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FA-Kritik
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Kassen dulden »Logistik-Glücksspiel«

Kassen prüfen nicht, ob ein versendetes Arzneimittel ordnungsgemäß transportiert wurde, erstatten dafür aber denselben Preis wie für ein Präparat aus der lokalen Apotheke. Die Freie Apothekerschaft (FA) sieht darin  »eine fundamentale Gerechtigkeits- und Sicherheitsfrage«.
AutorKontaktPZ
Datum 19.05.2026  12:00 Uhr
Hänel: Patientenschutz über ökonomische Interessen stellen

Hänel: Patientenschutz über ökonomische Interessen stellen

Mithin würden die Kassen ein »Logistik-Glücksspiel« dulden, indem die Beratung vor Ort und die gesicherte Logistik finanziell »mit dem bloßen Versandkarton« gleichgestellt würden. Dies verspiele das Vertrauen in die Sicherheit der Arzneimitteltherapie. Zudem werde die Verantwortung für die korrekte Lagerung auf dem Transportweg »faktisch auf den Patienten abgewälzt«. Der Verein stellt zudem eine »bewusste Wettbewerbsverzerrung« fest.

»Es darf nicht sein, dass die ökonomischen Interessen ausländischer Versender über den Patientenschutz gestellt werden«, fordert Hänel. Transparenz und einheitliche Standards müssten für alle gelten. Das BMG müsse bei den geplanten Verschärfungen Kurs halten, es sei Zeit für ein »Machtwort«.

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