| Lukas Brockfeld |
| 02.09.2026 15:00 Uhr |
Die Kammer Hessen beklagt, dass in den vergangenen Jahren eine Distanz zwischen der ABDA und Teilen der Apothekerschaft entstanden sei. »Diese Distanz führt zu Argwohn, Misstrauen und einer Schwächung der gemeinsamen berufspolitischen Handlungsfähigkeit«, heißt es in dem Antrag. Die aktuellen Strukturen der ABDA seien für viele Apothekerinnen und Apotheker nur schwer nachvollziehbar. Unklare Zuständigkeiten sorgten für den Eindruck mangelnder Verantwortlichkeit.
Die Gremien der Standesvertretung sollten verschlankt werden, ohne die demokratische Beteiligung zu reduzieren. »Deshalb ist es folgerichtig, den Deutschen Apothekertag wieder als Organ der ABDA einzusetzen und ihm substanzielle Mitwirkungsrechte bei Grundsatz- und Strukturfragen einzuräumen«, schreibt die Landesapothekerkammer. Der DAT solle dabei nicht nur ein Ort der berufspolitischen Debatte sein, sondern müsse erkennbaren Einfluss auf die strategische Ausrichtung der ABDA haben.
In einem weiteren Antrag sprechen sich die Landesapothekerkammer Hessen und der Hessische Apothekerverband außerdem dafür aus, ein dauerhaftes und professionelles Team aufzubauen, das künftig die Honorarverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband führen soll. Das Team soll aus hauptamtlich beschäftigten Mitarbeitenden der ABDA und des Deutschen Apothekerverbands bestehen und über die nötige Erfahrung und Kompetenz verfügen.
»Ein professionelles Verhandlungsteam entwickelt belastbare Strategien, stärkt die Durchsetzung einer angemessenen Apothekenvergütung und schafft die Voraussetzungen für erfolgreiche Verhandlungen und Schiedsstellenverfahren im Interesse der gesamten Apothekerschaft«, heißt es in dem Antrag aus Hessen. Der Erfolg der Honorarverhandlungen sei eine wesentliche Voraussetzung für die wirtschaftliche Stabilität der Apotheken.