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Warnung vor Missbrauch
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Japan verschärft Kontrollen bei OTC-Verkauf

Seit Mai hat Japan die Kontrollen für den Verkauf bestimmter rezeptfreier Medikamente an Minderjährige unter 18 Jahren verschärft. Die Behörden wollen damit dem Drogenmissbrauch unter Jugendlichen entgegenwirken.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 08.05.2026  10:00 Uhr

Verweigerung bei Verdacht auf Missbrauch

Kunden ab 18 Jahren können weiterhin größere Mengen oder mehrere Medikamente erwerben. Apotheker müssen jedoch den Grund für den Großeinkauf erfragen und können den Verkauf bei Verdacht auf Missbrauch verweigern. Online-Käufe sind laut der Recherchen weiterhin für alle Altersgruppen möglich. Käufer müssen sich jedoch ähnlichen Kontrollen per Videoanruf mit Apothekern unterziehen.

Um die Wirksamkeit der neuen Regelungen zu gewährleisten, haben das japanische Gesundheitsministerium und Branchenverbände Leitlinien für den Einzelhandel erarbeitet. Diese beinhalten die Weitergabe von Informationen über Kunden, die im Verdacht stehen, häufig Medikamente zu kaufen oder potenziell übermäßig zu konsumieren, an andere Mitarbeiter. Apotheken und Drogerien sollen auf Grundlage der Ministeriumsrichtlinien eigene Verfahren entwickeln.

Die Nichteinhaltung der Vorschriften stellt laut Ministerium einen Gesetzesverstoß dar und kann zum Entzug der Betriebserlaubnis führen. Seit Mai wurden zwei weitere Medikamente, inzwischen sind es acht, in die Liste der Arzneimittel mit Missbrauchsrisiko aufgenommen. 

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