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Ab heute 9 Euro Fixum
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»In gewisser Weise Wort gehalten«

Honoraranpassung, Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) verkündet, Start der assistierten Telemedizin – ABDA-Präsident Thomas Preis hatte am heutigen 1. Juli gute Nachrichten für die Apotheken. Einen Wermutstropfen gibt es aber.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 01.07.2026  18:35 Uhr

Heute sei »ein besonderer Tag für die Apotheken und Bürger«, so der ABDA-Präsident bei einer Pressekonferenz am Abend. Nach mehr als einem Jahrzehnt wurde das Fixum nun angepasst, das sei »ein wichtiger Baustein« der Apothekenreform. »In gewisser Weise hat die Politik Wort gehalten, allerdings etwas halbherzig«, so Preis mit Blick auf die Erhöhung in zwei Schritten. Zum heutigen 1. Juli steigt das Apothekenhonorar von 8,35 auf 9 Euro, zum 1. Januar 2027 werden die im schwarz-roten Koalitionsvertrag versprochenen 9,50 Euro dann erreicht.

Mit dem heute im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Apothekenversorgung-Weiterentwicklunsgsgesetz (ApoVWG) könnten Apotheken den Menschen mehr Dienstleistungen anbieten, skizzierte Preis – mehr impfen, mehr testen, auch die venöse Blutabnahme gehört zu den neuen Kompetenzen, ebenso die Rx-Abgabe ohne Rezept in bestimmten Fällen. Heute startet zudem die assistierte Telemedizin (aTM) in den Apotheken.

Dass die Regierung das gerade errungene Honorarplus gleich wieder mit einem erhöhten Kassenabschlag mindern will, kritisierte Preis scharf. Auch von der heutigen ABDA-Mitgliederversammlung (MGV) gehe der dringende Appell in Richtung der Abgeordneten, die im Koalitionsvertrag verankerte Apothekenstärkung nicht gleich wieder durch einen erhöhten Abschlag zunichte zu machen. Dadurch würden die Effekte der Apothekenstärkung sofort wieder verpuffen, weitere Schließungen würden folgen, warnte Preis.

»Mehr Einsparungen schlichtweg nicht möglich«

»Apotheken haben bereits einen riesigen Sparbeitrag geleistet«, so Preis mit Blick auf das jahrelang eingefrorene Honorar. Mehr Einsparungen bei Apotheken seien »schlichtweg nicht möglich«.

Zumal die Honoraranpassung keinen nachhaltigen Effekt haben dürfte, denn die Summe, die jetzt hinzukomme, werde etwa durch die Mindestlohnerhöhung ab Januar zum Teil wieder aufgezehrt. Der Vorteil für die Apotheken sei also überschaubar – dennoch sei es richtig und wichtig, dass wenistens diese Erhöhung realisiert wurde.  Nach langem Hin und Her war die Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro unlängst beschlossen und verkündet worden. Am 12. Juni wurde die Verordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht

Die Mitgliederversammlung habe sich auf den Haushalt 2027 verständigt, der eine moderate Beitragssteigerung vorsieht, berichtete Preis zudem. Der Fokus des Haushalts liege klar auf den neuen Aufgaben für die Branche.

Preis skizzierte den ABDA-Daten-Hub, ein internes IT-Projekt, das eine sichere Datengrundlage für zukünftige Positionierungen der Apothekerschaft liefern soll. In den nächsten Wochen werde  die Kommunikation zu dem Projekt innerhalb des Berufsstands gestartet, um das Thema für alle zu erklären, etwa mit einem Infoportal. In einer nächsten Phase ab Herbst solle das Onboarding starten, das fließend verlaufen werde.

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