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Covid-19-Impfungen
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Impfsurveillance in Apotheken könnte über DAV-Portal laufen

Noch ist das Vorhaben nicht in trockenen Tüchern, aber schon bald könnten Apotheker Covid-19-Impfungen durchführen. Die Impfungen müssen dann täglich ans Robert-Koch-Institut weitergegeben werden. Im Hauptausschuss des Bundestags erklärte ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening am Mittwoch, dass dafür das Portal genutzt werden soll, das bereits auch für die Erstellung der digitalen Covid-19-Impfzertifikate verwendet wird.
AutorKontaktCharlotte Kurz
Datum 08.12.2021  18:00 Uhr

Caritas: Auch Pflegekräfte sollen impfen 

Elisabeth Fix vom Deutschen Caritasverband forderte im Hauptausschuss zudem, dass auch Pflegekräfte impfen sollten. Sie bedauert, dass das Gesetz derzeit nur die Delegation-Möglichkeit für nichtärztliches Gesundheitspersonal vorsieht. Apotheker und Zahnärzte müssten diese Fertigkeiten erst durch Schulungen lernen, Pflegekräfte wüssten aber bereits wie man etwa Injektionen gibt, wie mit allergischen Reaktionen umzugehen sind. Zudem hätten sie auch bereits Kenntnisse über Impfstoffe.

Zudem warnten einige Expertinnen und Experten wie die Physikerin Viola Priesemann, der Intensivmediziner und wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters Professor Christian Karagiannidis sowie der Informatiker Professor Kai Nagel eindringlich vor der derzeit aufkommenden Omikron-Variante. Bei der derzeitigen Reproduktionsrate von R=2 müssten Corona-Maßnahmen schnell und zügig umgesetzt werden, forderten sie die Abgeordneten auf. Dieser Wert bedeutet, dass sich die Inzidenz jede Woche vervierfacht, so Nagel. Das Gleiche passiere auch mit der Belegung der Intensivbetten in den Krankenhäusern. Auch Priesemann betonte, dass es einen großen Unterschied mache, Corona-Maßnahmen eine Woche früher oder später zu treffen.

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