Anstecken kann man sich mit dem Hepatitis-B-Virus über Geschlechtsverkehr, Blutprodukte, benutzte Nadeln (Drogenkonsum, Tätowiernadeln) sowie Babys perinatal während der Geburt. Nur 57 Prozent der Befragten waren sich bewusst, dass die meisten Infektionen über ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Und lediglich 40 Prozent wussten, dass die Viren bei der Geburt übertragen werden. Um das zu verhindern, werden in Deutschland jedoch alle Schwangeren in der 32. Schwangerschaftswoche auf Hepatitis-B-Antigene untersucht.
77 Prozent der Befragten konnten keine konkreten Symptome einer Hepatitis B benennen. Eine akute Hepatitis B zeigt meist unspezifische Symptome wie Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber, mitunter aber auch Anzeichen eines Ikterus, der innerhalb von zwei bis vier Wochen wieder abklingt. 90 Prozent der Akutinfektionen bei Erwachsenen heilen vollständig aus und führen zu einer lebenslangen Immunität. Bei einem chronischen Verlauf kann es jedoch zu einer massiven Leberschädigung bis hin zu Leberzirrhose und Leberzellkarzinom kommen. Daher sind die frühzeitige Diagnose und Therapie wichtig.
Während die Hepatitis-B-Infektionen in Deutschland anhaltend hoch bleiben, gab es bei Hepatitis C, die mittlerweile gut behandelbar, aber immer noch nicht impfpräventabel ist, einen Rückgang.