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RKI-Bericht
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Hepatitis C wird in Deutschland seltener

Nach Rekordwerten in den Jahren 2022 und 2023 sinkt die Zahl der Hepatitis-C-Infektionen in Deutschland wieder. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Robert-Koch-Instituts hervor. Eine Bevölkerungsgruppe ist aber immer noch besonders häufig infiziert.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 27.07.2026  18:00 Uhr

Hepatitis C ist inzwischen heilbar, dennoch verursachen Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) weltweit immer noch eine hohe Krankheitslast. So lebten im Jahr 2024 etwa 47 Millionen Menschen weltweit mit der Infektion und 240.000 starben an den Folgen. In Deutschland ist die Prävalenz der Infektion im internationalen Vergleich gering, heißt es vom Robert-Koch-Institut (RKI). Kurz vor dem internationalen Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli stellt das Institut die Daten aus Deutschland für das Jahr 2025 im »Epidemiologischen Bulletin« (Nummer 30/2026) vor.

Demnach infizierten sich im Jahr 2025 insgesamt 8085 Menschen in Deutschland mit HCV. Damit ging die Zahl der an das RKI übermittelten Fälle um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Nach hohen Fallzahlen in den Jahren 2022 und 2023 sinkt die Zahl der Neuinfektionen seit 2024, heißt es vom RKI.

Männer sind mit einer von 12,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner fast doppelt so häufig betroffen wie Frauen mit 6,6 pro 100.000 Einwohner. Ähnlich wie in den vergangenen Jahren machten die 30- bis 59-jährigen Männer mit 48 Prozent fast die Hälfte der Gesamtzahl der übermittelten HCV-Infektionen aus.

Als häufigster wahrscheinlicher Übertragungsweg wurde intravenöser Drogenkonsum (62 Prozent der Fälle mit Angaben zum Übertragungsweg) angegeben. Aber auch bestimmte Herkunftsländer (wie Ukraine, Russische Föderation oder Polen) erhöhen das Risiko für eine HCV-Infektion sowie Haft, Organtransplantationen und Bluttransfusionen (vor 1992).

Von den Infektionen mit Angaben zum Stadium wurden 19 Prozent als akut und 81 Prozent als chronisch eingestuft. Zwischen 2016 und 2025 lag der jährliche Anteil akuter Infektionen an allen übermittelten Fällen zwischen 8 und 11 Prozent, heißt es in dem Bericht. Bei der Mehrheit der Personen mit neu gemeldeten HCV-Infektionen und Angaben zur Symptomatik waren bereits die Leberwerte erhöht (79 Prozent), bei 34 Prozent lagen bereits Oberbauchbeschwerden und bei 10 Prozent ein ikterischer Verlauf (akute Infektion mit Gelbsucht) vor.

Um das Ziel zu erreichen, die Gesundheitsgefahr durch HCV bis 2030 zu eliminieren, sei es wichtig, zusätzlich zu den allgemeinen HCV-Screenings bei Versicherten auch Risikogruppen gezielt zu testen und im Krankheitsfall zu versorgen. Hierzu zählen neben Drogenkonsumenten, auch Menschen in Haft oder Wohnungslosigkeit, Personen aus Hochprävalenzländern und Personen mit sexuellen Risiken.

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