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Umfrage
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Immer noch große Wissenslücken zu Hepatitis B

Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tags ließ das Pharmaunternehmen GSK Menschen in Deutschland zu ihrem Hepatitis-B-Wissen befragen. Neun von zehn Befragten haben sich demnach noch nie oder selten Gedanken über eine mögliche Ansteckung gemacht. Auch bei Symptomen, Test- und Impfoptionen klaffen große Wissenslücken.
AutorKontaktPZ
Datum 28.07.2026  15:00 Uhr
Immer noch große Wissenslücken zu Hepatitis B

Das Meinungsumfrageinstitut Ipsos befragte im Auftrag von Glaxo-Smith-Kline (GSK) 1000 Personen in Deutschland im Alter von 35 bis 85 Jahren zu ihrem Wissen über Hepatitis B. Es zeigt sich eine gewisse Sorglosigkeit vor einer möglichen Ansteckung. 81 Prozent der Befragten gaben an, sich noch nie haben testen zu lassen oder nicht zu wissen, ob sie bereits getestet wurden. Umgekehrt wünschen sich aber 65 Prozent, verlässliche Informationen über Hepatitis B in der Arztpraxis oder Apotheke zu bekommen. Das war ihnen deutlich wichtiger als Aufklärungskampagnen (28 Prozent).

Sowohl bei einem konkreten Risikokontakt als auch einmalig im Rahmen der regulären Gesundheitsuntersuchung ab 35 Jahren übernehmen die Krankenkassen die Kosten für einen Hepatitis-B-Test. Doch dieses Angebot sei kaum bekannt. Vier von zehn wussten überhaupt nichts davon, 65 Prozent wussten nicht, dass seit 2020 ein einmaliger Test auf Hepatitis B und C zum Check-up gehört, auf den GKV-Versicherte ab 35 Jahren alle drei Jahre einen Anspruch haben.

Niedrige Impfquote bei Über-35-Jährigen

2025 wurden in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Deutschland rund 17.500 Hepatitis-B-Fälle gemeldet. Es wird geschätzt, dass hierzulande rund 250.000 bis 300.000 Menschen mit einer chronischen Hepatitis-B-Infektion leben.

Die Viruserkrankung ist impfpräventabel. In Deutschland wird die Impfung seit 1995 allen Säuglingen und Kleinkindern empfohlen. Für Erwachsene ohne besonderes Risiko gibt es derzeit keine allgemeine STIKO-Empfehlung zur Nachholimpfung, viele Krankenkassen übernehmen jedoch die Kosten.

Laut der aktuellen Umfrage, in die nur Personen ab einem Alter von 35 Jahren eingeschlossen wurden, gaben nur 40 Prozent an, geimpft zu sein. Als Hauptgründe für die fehlende Impfung nannten die Betroffenen eine bisher ausgebliebene Empfehlung durch ihren Arzt (45 Prozent) sowie allgemeine Unsicherheit über die Notwendigkeit des Schutzes (34 Prozent).

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