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CAR-T-Zelltherapie
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Hoffnung und Herausforderung

Genetisch modifizierte CAR-T-Zellen erzielen hohe Ansprechraten und teilweise dauerhafte Remissionen bei Patienten mit fortgeschrittenen hämato-onkologischen Erkrankungen. Die Therapie birgt jedoch erhebliche Risiken. Was steckt hinter der »lebenden« Zelltherapie?
AutorKontaktSina Oppermann
Datum 23.10.2022  08:00 Uhr

Allogene CAR-T- und CAR-NK-Zellen

Allogene CAR-T-Zellen von gesunden Spendern bieten gegenüber den bisherigen autologen Zellprodukten Vorteile. Dazu zählen geringere Kosten durch ein industrialisiertes Herstellverfahren, kryokonservierte Chargen für eine sofortige Verfügbarkeit (off-the-shelf) und mögliche Standardisierung. Kombinationen aus verschiedenen allogenen CAR-T-Zellen mit unterschiedlichen Zielantigenen sowie wiederholte Behandlungen könnten eine bessere Wirksamkeit und vielleicht längere Wirkung ermöglichen.

Ein Nachteil dieser »universellen« CAR-T-Zellen (UCAR-T-Zellen) ist ein mögliches Auftreten einer Graft-versus-Host-Erkrankung. Weiterhin können die UCAR-T-Zellen vom Immunsystem des Empfängers als fremd erkannt und eliminiert werden. Derzeit laufen etwa 70 klinische Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von allogenen CAR-T-Zellen, die meisten für Leukämie, Lymphome und das Multiple Myelom (clinicaltrials.gov).

Auch die Wirksamkeit von allogenen CAR-NK-Zellen wird in klinischen Studien evaluiert. Erste Daten zeigen, dass allogene Natürliche-Killer-(NK-)Zellen in Kombination mit lymphodepletierender Vorbehandlung sicher und effektiv bei Tumorerkrankungen eingesetzt werden können. Da sie zytotoxisch wirken, können sie sowohl CAR-vermittelte als auch CAR-unabhängige Antitumoraktivität zeigen.

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