Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Peptidische Arzneistoffe
-
Hoch wirksam, aber empfindlich

Peptide sind eine besondere und anspruchsvolle Arzneistoffklasse. Ursprünglich basierten Peptidarzneistoffe auf endogenen Hormonen oder auf Peptiden aus natürlichen Quellen. Neuere Entwicklungen umfassen zyklische Moleküle und Peptidvakzine mit neuen Indikationsgebieten.
AutorKontaktNico Kibria
AutorKontaktChristina Lamers
Datum 12.02.2023  08:00 Uhr

Zusammenfassung und Ausblick

Peptide galten trotz ihrer hohen Wirkpotenz und Selektivität lange Zeit nicht als ideale Therapeutika. Erst technische Fortschritte in der Festphasensynthese, die biotechnologische Produktion und die Etablierung von Strategien zur Verbesserung der pharmakokinetischen Eigenschaften ab den 1980er/90er-Jahren haben das Potenzial nutzbar gemacht. Seitdem steigt die Zahl an neu zugelassenen Peptidarzneistoffen deutlich an. Neues Potenzial bieten chemisch modifizierte zyklische Peptide. Neue Anwendungsgebiete eröffnen sich mit den Peptidvakzinen und der Theranostik, die besonders die Krebstherapie revolutionieren können.

Eine weiterhin unbezwingbare Hürde für die meisten Peptide ist die Plasmamembran, sodass bisher selten intrazelluläre Targets adressiert werden konnten. Doch auch hier sind Strategien in der Entwicklung wie zellpenetrierende Peptide, die in die Zelle aufgenommen werden. Aufgrund dieser Entwicklungen werden in Zukunft vermehrt Peptide als Arzneimittel zugelassen werden.

Mehr von Avoxa