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Kundgebung in Fulda
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Hessische Apotheken werden laut

Am heutigen 23. März blieben viele Apotheken geschlossen, die Apothekenteams versammelten sich zum gemeinsamen Protest für eine Honorarerhöhung. Auch im hessischen Fulda gab es eine Kundgebung.
AutorKontaktJuliane Brüggen
Datum 23.03.2026  16:00 Uhr

Landespolitik unterstützt Apotheken

»Das, was Sie hier machen, ist eine Unterstützung für uns«, sagte Dr. Ralf-Norbert Bartelt (CDU). Er empfinde Solidarität mit den freiberuflichen Heilberufen. Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, werde sich in Berlin für die Apotheken einsetzen, versprach der Landtagsabgeordnete. Im Gesetzentwurf stehe vieles, was im Sinne der Apotheken sei, so Bartelt, doch die Honorarerhöhung fehle. Auch die bestehenden Lieferengpässe blieben eine Herausforderung, der es entgegenzutreten gelte.

Er sei beeindruckt gewesen, als er aus dem Bahnhof herausgetreten sei, sagte Yanki Pürsün (FDP) zu der Menge. »Ich hoffe, dass aus Fulda und aus anderen Städten in Deutschland heute ein Signal ausgeht, denn Sie sind wichtig für die Gesundheitsversorgung«, sagte der hessiche Landtagsabgeordnete. Die FDP habe sich bereits unter Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dafür eingesetzt, dass dessen Pläne hinsichtlich der »Apotheken ohne Apotheker« nicht umgesetzt werden. »Ganz klar ist: Das Honorar muss erhöht und die Bürokratie abgebaut werden.« Auch, dass Versandapotheken andere Wettbewerbsbedingungen hätten, sei »absolut nicht in Ordnung«.

Aufgeben ist keine Option

»Natürlich geht es um mehr Geld, aber auch ganz schlicht um die Wertschätzung unserer Arbeit«, sagte Carolin Eichhorn, Freie Apothekerschaft. Apotheken hätten so viel geleistet, etwa in der Corona-Pandemie, und seien außerdem erste Anlaufstelle für viele Menschen, also »Sozialtankstellen«. Wie wertvoll das sei, merke man erst, wenn es verloren ist. »Wir wissen, dass viele politische Entscheidungsträger unsere Argumente kennen und sich dafür einsetzen. Vor allem die hessischen Politiker tragen dies nach Berlin, setzen sich für uns Vor-Ort-Apotheken ein, vielen Dank! Aufgeben ist keine Option, deswegen sind wir heute hier.«

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