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Mebufotenin
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Gute Daten für Psychedelikum als Nasenspray

Eine Hürde auf dem Weg in die klinische Anwendung von Psychedelika bei Depressionen ist, dass Patienten nach der Gabe ziemlich lange nachbeobachtet werden müssen. Das gilt jedoch nicht für die intranasale Gabe des kurz wirksamen Psychedelikums Mebufotenin, wie Phase-II-Daten zeigen.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 26.10.2026  18:00 Uhr

Nach zwei Stunden entlassfähig

Die Untersuchung bestätigte zudem, dass die Wirkung von Mebufotenin schnell wieder abklang: Ein Großteil der Patienten war zwei Stunden nach der Anwendung entlassfähig (85 Prozent der 8-mg-Gruppe und 78 Prozent der 12-mg-Gruppe). Nebenwirkungen der Therapie gaben 76 Prozent der Patienten in der 8-mg-Gruppe, 85 Prozent in der 12-mg-Gruppe und 73 Prozent in der Kontrollgruppe an. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Schwindel und Schmerzen an der Applikationsstelle; sie waren nahezu alle leicht bis mittelschwer und klangen innerhalb von 24 Stunden wieder ab.

In einem begleitenden Editorial weist Dr. Chittaranjan Andrade vom National Institute of Mental Health and Neurosciences in Bangalore, Indien, darauf hin, dass sich Mebufotenin in einer früheren Studie bereits als wirksam bei postpartaler Depression erwiesen habe. In beiden Indikationen sei jedoch die Evidenz für Mebufotenin noch sehr begrenzt. Ob die Substanz schließlich zugelassen werde und wie sie im Vergleich zu anderen schnell wirksamen Therapieoptionen wie Esketamin abschneide, bleibe abzuwarten.

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