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Genug Schnelltests in der Produktion

Voraussetzung dafür, dass Apotheken grundsätzlich kostenlose Antigentests anbieten dürfen, ist demnach, dass sie vom öffentlichen Gesundheitsdienst beauftragt werden. Dies sei aktuell noch nicht geschehen – der rechtliche Rahmen für die Abgabe solcher kostenloser Tests sei noch in Arbeit. Deshalb gehe der Verband momentan davon aus, dass »nur eine überschaubare Anzahl der Thüringer Apotheken die kostenlosen Schnelltests anbieten wird«.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Situation in den Apotheken entwickelt, nachdem ab heute zumindest theoretisch in Apotheken sowie in Arztpraxen und Testzentren Tests kostenlose für jedermann möglich sein sollen. Die Apotherschaft dürfte sich noch gut an das Schutzmasken-Chaos erinnern, das im Dezember seinen Anfang nahm. Innerhalb kürzester Zeit brachte das Bundesgesundheitsministerium damals die Schutzmasken-Verordnung auf den Weg. Plötzlich mussten die Apotheker selbst entscheiden, welcher Kunde Anspruch auf eine Maske hatte und wer nicht. Kurz darauf folgten beim Verschicken von Masken-Vouchern an Risikopatienten weitere Pannen. Auch jetzt fußt die neue Option der Schnelltests in der Apotheke auf ähnlich schnell gefassten Regelungen, in denen noch etliche wichtige Details ungeklärt sind.

Erstmals waren am Wochenende darüber hinaus auch Selbsttests für den Hausgebrauch in Supermärkten und Discountern zu bekommen, allerdings waren die Vorräte schnell aufgebraucht. Diese Woche wollen weitere Supermärkte und Drogerien Testkits anbieten. Zunächst ist die Abgabemenge auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Eine Packung kostet rund 25 Euro und enthält fünf Tests.

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