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Magen-Darm-Infekte
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Genesung unterstützen, Ansteckungsgefahr reduzieren

Durchfall, Erbrechen, Übelkeit: ein Magen-Darm-Infekt ist nicht nur hochansteckend, Betroffen fühlen sich wie ein Häufchen Elend. Was jetzt hilft und mit welchen Kniffen das Risiko reduziert werden kann, dass der Infekt im eigenen Haushalt um sich greift.
AutorKontaktdpa
Datum 08.05.2026  09:30 Uhr

Wie kann man das Infktionsrisiko möglichst minimieren?

»Das ist nicht immer leicht, gerade, wenn man viel mit anderen Menschen zu tun hat«, sagt Jessen. Schlechte Nachrichten also für Eltern von Kita-Kindern.

Die Medizinerin rät, sich mehrmals am Tag und vor allem nach einem Toilettengang gründlich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen. Auch nach dem Kontakt mit rohem Fleisch oder Fisch ist Händewaschen angesagt.

Außerdem kann man das Risiko für lebensmittelbedingte Infektionen senken, indem man auf gute Küchenhygiene achtet. Das heißt konkret:

  • Fleisch und Fisch vor dem Verzehr immer gut durchgaren
  • Obst und Gemüse gut waschen
  • Getrennte Bretter für das Schneiden von rohem Fleisch und Fisch sowie von Salat und anderen Lebensmitteln nutzen
  • Arbeitsflächen in der Küche nach jedem Zubereitungsschritt gründlich abwischen

Ist ein Familienmitglied erkrankt, kann man mit bestimmten Verhaltensregeln das Infektionsrisiko der übrigen Familienmitglieder senken. Jessen, die auch Vorstandsmitglied des Berufsverbands Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands (bng) ist, gibt dafür folgende Tipps:

  • Gründliches Händewaschen nach jedem Toilettengang, vor dem Essen und nach Kontakt mit der erkrankten Person. Zusätzlich gut: regelmäßig ein Händedesinfektionsmittel nutzen.
  • Häufig berührte Oberflächen wie Türgriffe oder Lichtschalter desinfizieren.
  • Die erkrankte Person kann eine separate Toilette nutzen? Sehr gut. Ist das nicht machbar, sollte das Klo nach jedem Toilettengang der erkrankten Person gründlich gereinigt und desinfiziert werden – am besten von ihr selbst. Putzt jemand anders, kann sich die Person mit Einweghandschuhen und einem Mundschutz vor Ansteckung schützen, so »gesundheitsinformation.de« .
  • Nicht das gleiche Handtuch im Badezimmer wie die erkrankte Person nutzen. Ideal sind für diese Zeit Einweghandtücher.
  • Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Waschlappen, die mit Durchfall oder Erbrochenem verunreinigt sind, gehören bei mindestens 60 Grad in die Waschmaschine. »infektionsschutz.de« rät außerdem, auch Geschirr, das die erkrankte Person genutzt hat, in der Spülmaschine bei höchster Temperatur zu reinigen.
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