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Neue Modellregionen

Gematik eröffnet bundesweite E-Rezept-Testphase

Gematik-Chef Markus Leyck Dieken erklärte gegenüber der PZ, an welchen Stellen es nach wie vor hakt: »Die von der Gematik entwickelten Produkte, also unter anderem der Fachdienst und die App, funktionieren. Wir müssen allerdings noch diverse Herausforderungen angehen, die gewissermaßen vorne und hinten im E-Rezept-Prozess auftauchen. Im Bereich der Ärzte gibt es beispielsweise Fragen rund um die IT-Sicherheit. Wenn Ärzte veraltete Betriebssysteme wie etwa Windows 7 nutzen, dürfen sie zum Beispiel aus Sicherheitsgründen das Software-Update nicht aufspielen. Im hinteren Prozessbereich müssen unbedingt alle Apotheken-Rechenzentren und Krankenkassen E-Rezept-ready werden.«

Leyck Dieken forderte, dass in den kommenden Wochen die Abrechnung in den Fokus gerückt werden müsse: »Da müssen alle Beteiligten bis zum 1. Januar Einigungen erzielen. Denn selbst wenn zu Jahresbeginn noch nicht in allen Arztpraxen E-Rezepte ausgestellt werden können, müssen wir unbedingt sicherstellen, dass die Abrechnung korrekt und fehlerfrei funktioniert. Wir bieten allen Beteiligten daher inzwischen alle 14 Tage eine E-Rezept-Sprechstunde an. Mitte November haben wir zudem einen Konnektathon ausgerichtet, bei dem auch die E-Rezept-Abrechnung im Mittelpunkt stand.«

Dass sich innerhalb der nächsten Tage zahlreiche neue Modellregionen zur E-Rezept-Erprobung bei der Gematik melden werden, ist allerdings unwahrscheinlich. Denn dazu sind weiterhin zu wenige Arztpraxen auf die E-Verordnungen vorbereitet. Nach Informationen der PZ sollen auch erst Anfang Dezember weitere Krankenkassen zum Berliner Modellprojekt hinzukommen.

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