| Alexandra Amanatidou |
| 23.10.2026 13:00 Uhr |
Doch Apotheken können auch bei der Verbesserung der Impfquoten helfen. Das aktuelle Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt deutliche Impflücken in verschiedenen Altersgruppen. So werden beispielsweise bei den über 60-Jährigen die empfohlenen Impfungen bislang nur unzureichend wahrgenommen.
»Wenn wir Impfquoten nachhaltig erhöhen wollen, müssen wir Hürden abbauen. Apotheken bieten dafür einen hervorragenden, niedrigschwelligen Zugang«, teilt Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) auf Anfrage der PZ mit. »Bürgerinnen und Bürger erhalten dort meist wohnortnah und ohne lange Wartezeiten eine sichere, fachkundige und unkomplizierte Beratung und Betreuung – auch beim Impfen.«
»Jede Impfung zählt!«, sagt auch der baden-württembergische Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand (Bündnis 90/Die Grünen). »Wir wollen mehr Impfschutz, weniger Impflücken und höhere Impfquoten in Baden-Württemberg erreichen. Apotheken können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.« Dafür sei es entscheidend, alle verfügbaren Strukturen sinnvoll zu nutzen, Impfangebote wohnortnah und unkompliziert zu gestalten und dabei höchste Standards bei Qualität und Sicherheit zu gewährleisten.
Auch Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) befürwortet grundsätzlich, dass Apotheken mehr Impfungen anbieten, da dies die Arztpraxen entlaste und den Bürgerinnen und Bürgern kürzere Wege und Zeiten ermögliche. Dies teilte das hessische Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. »Impfungen in Apotheken können somit ein Gewinn für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sein«, heißt es vonseiten des Ministeriums.
Auch das von der SPD geführte niedersächsische Gesundheitsministerium gibt in einem Statement bekannt: »Apotheken stellen neben der stationären und ambulanten Versorgung eine wichtige Säule in unserem Gesundheitssystem dar.« Eine Ausweitung von Impfangeboten werde somit sehr begrüßt. »Das qualifizierte Personal der Apotheken kann seine vorhandenen Fähigkeiten und Erfahrungen durch das bereits bestehende Impfangebot in einem größeren Umfang nutzen und so zu einer Entlastung des Gesundheitssystems und zur Erhöhung der Impfquoten beitragen.«