| Sven Siebenand |
| 13.04.2021 17:52 Uhr |
Was bedeutet dieses Ergebnis nun hinsichtlich SARS-CoV-2? Derzeit liegt die Evolutionsgeschwindigkeit von SARS-CoV-2 mit geschätzt rund zehn Mutationen pro 10.000 Erbgut-Bausteinen im Jahr deutlich über jener der altbekannten Coronaviren. Der Grund dafür liegt vermutlich hauptsächlich in dem hohen Infektionsgeschehen während der Pandemie. Schließlich kann sich ein Virus auch dann immer schnell weiterentwickeln, wenn die Infektionszahl insgesamt hoch ist.
»Auf Basis der Evolutionsraten der Erkältungs-Coronaviren gehen wir davon aus, dass sich auch SARS-CoV-2 langsamer verändern wird, sobald das Infektionsgeschehen abebbt, also nachdem ein Großteil der weltweiten Bevölkerung entweder durch die Erkrankung selbst oder durch eine Impfung einen Immunschutz aufgebaut hat«, so Seniorautor Professor Dr. Jan Felix Drexler. Deshalb sei anzunehmen, dass die Covid-19-Impfungen während der Pandemie regelmäßig überprüft und wenn nötig angepasst werden müssen. »Sobald sich die Situation stabilisiert hat, werden die Impfungen aber voraussichtlich länger nutzbar sein«, so die positive Prognose des Wissenschaftlers.