| Annette Rößler |
| 27.08.2020 17:57 Uhr |
Die Entwicklung der SGLT-2-Hemmer zu verfolgen, wird also spannend bleiben: Nimmt die Verordnungshäufigkeit zu, weil Ärzte die positiven Nebeneffekte der Wirkstoffe bei der Behandlung von Typ-2-Diabetikern gezielt mit einsetzen, oder überwiegt angesichts vorhandener Alternativen die Zurückhaltung ob der Risiken? Momentan in Deutschland verfügbar sind drei Gliflozine: Dapagliflozin (Monopräparat: Forxiga®, in Kombination mit Metformin: Xigduo®), Empagliflozin (Monopräparat: Jardiance®, in Kombination mit Linagliptin: Glyxambi®) und Ertugliflozin (in Kombination mit Sitagliptin: Steglujan®).
Mit Sotagliflozin (Zynquista®), das bereits die Zulassung in der Tasche hat, aber noch nicht auf dem Markt eingeführt wurde, steht ein weiterer Wirkstoff in den Startlöchern. Diese Substanz ist interessant, weil sie anders als die Vorgänger neben SGLT-2 auch SGLT-1 hemmt. Sotagliflozin ist für die Behandlung von Typ-1-Diabetikern vorgesehen. Auch Dapagliflozin hat bereits eine Zulassung bei bestimmten Typ-1-Diabetikern als Add-on-Therapie zu Insulin erhalten.