| Alexandra Amanatidou |
| 08.09.2026 13:00 Uhr |
Das Wahlprogramm der CDU Berlin geht auch auf den Bereich der Krisensicherheit ein. »Wir werden die Berliner Krankenhäuser krisenfest machen und ihre Resilienz nachhaltig stärken, damit sie auch bei Katastrophen, Cyberangriffen, Stromausfällen oder im Verteidigungsfall funktionsfähig bleiben«, schreibt die Partei. Auch die Vorräte an Arzneimitteln und Medizintechnik will sie ausbauen.
Sie will die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse »beschleunigen und vereinfachen«. Ein ähnliches Vorhaben hatte neulich auch der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann angekündigt.
In »enger Kooperation« mit der Kassenärztlichen Vereinigung will die CDU regulatorische Veränderungen schaffen, um Hausärzte, Kinderärzte und Hebammen dort niederzulassen, »wo sie gebraucht werden«. Vor allem bei Neubauvorhaben der städtischen Wohnungsbaugesellschaften soll laut CDU Berlin von Anfang an Platz für Arztpraxen eingeplant werden. Die Leistungsfähigkeit der Charité will die CDU Berlin durch »auskömmliche« Investitionsmittel in Infrastruktur, Digitalisierung, Spitzenforschung sichern. Gesundheitsdaten sollen als strategische Ressource für »Innovationen, neue Geschäftsmodelle und medizinischen Fortschritt« erschlossen werden.
Außerdem will die Partei die Portalpraxen an Kliniken ausbauen und die Notdienste »besser digital miteinander vernetzen«. Zugleich soll die Rolle der 116117 als erste Kontaktstelle gestärkt werden. In der Pflege gelte der Grundsatz »ambulant vor stationär«.
Die CDU Berlin bekennt sich zur Initiative Fast-Track City. »Durch die Fortführung, verlässliche Absicherung und gezielte Weiterentwicklung dieses Erfolgsmodells führen wir Berlin auf den Weg, HIV-Neuinfektionen und Aids zu beenden.« Den Hitzeschutz will sie als »feste Aufgabe« des Öffentlichen Gesundheitsdienstes verankern.
Der 47-Jährige ist seit Februar 2023 Senator für Finanzen und seit April 2026 Senator für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin. Nach dem Rückzug von Kai Wegner ist er Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Wahl zum Abgeordnetenhaus. Der aus Paderborn stammende Politiker ist Mitglied der Lesben und Schwulen in der Union sowie der Mittelstands- und Wirtschaftsunion und war früher queerpolitischer Sprecher seiner Fraktion.