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Covid-19-Medikamente

EU sichert sich Remdesivir-Nachlieferung

Die EU-Staaten sollen ab Anfang Oktober Remdesivir (Veklury®) nachbestellen können. Dazu will die EU-Kommission in den nächsten Tagen mit Hersteller Gilead einen Vertrag für gemeinsame Bezugsrechte abschließen.
dpa
PZ
29.09.2020  20:58 Uhr

Das sagte ein Kommissionssprecher am Dienstag. Um welche Mengen es sich handelt, wurde nicht gesagt. Remdesivir war am 3. Juli in der EU als erstes Mittel zur Behandlung von Covid-19 zugelassen worden, und zwar für Patienten ab 12 Jahren, die an einer Lungenentzündung erkranken und zusätzlich Sauerstoff benötigen.

Im Juli hatte die Kommission bereits einen Bezugsvertrag mit dem Hersteller Gilead geschlossen, um 30.000 Patienten versorgen zu können. Schon damals hieß es, man verhandle über die Deckung des weiteren Bedarfs ab Oktober. Zuvor hatte die US-Regierung mit der Mitteilung Aufsehen erregt, sie habe praktisch die gesamte Produktionsmenge des Mittels für die nächsten Monate aufgekauft. Ärzte beurteilen Remdesivir nicht als Allheilmittel bei Covid-19, oft aber als hilfreich. Die Studienlage ist noch gemischt. Der RNA-Polymerase-Hemmer wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt.

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