Laut Angaben des GKV-Spitzenverbands gab es Anfang 2026 knapp 93 gesetzliche Krankenkassen in Deutschland. / © Imago/Wolfilser
Von weniger Krankenkassen erhofft sich Linnemann vor allem weniger Verwaltungsaufwand und geringere Kosten. Dies sagte der Minister am Montag dem »Handelsblatt«. Und ein weiterer Grund spricht ihm zufolge für weniger Anbieter: »Mir geht es nicht allein um die Größe, sondern darum, was eine Krankenkasse leisten muss, etwa im digitalen Zeitalter«, sagte er mit Blick auf Datenverarbeitung und künstliche Intelligenz (KI).
Bereits im April dieses Jahres hatte er als damaliger CDU-Generalsekretär eine Reduzierung der Anzahl der Krankenkassen vorgeschlagen. Auch nachdem er Nina Warken (CDU) im Amt gefolgt war, sprach er sich für maximal 20 Krankenkassen aus.
Laut Angaben des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gab es Anfang 2026 knapp 93 gesetzliche Krankenkassen in Deutschland. Bereits im Sommer hatten sich Vertreterinnen und Vertreter der Kassen gegen eine »diktierte Fusion« ausgesprochen. Ihr Argument: Die Zahl der Krankenkassen sei in den vergangenen Jahren ohnehin gesunken. So gab es im Jahr 2000 beispielsweise noch 420 Krankenkassen.