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Biontech-Impfstoff

EMA präzisiert Impfintervall von Comirnaty

Die Europäische Arzneimittelagentur hat in der Produktinformation des Covid-19-Impfstoffs Comirnaty von Biontech und Pfizer die Angaben zum Dosisintervall neu formuliert. Es bleibt dabei, dass die zweite Dosis optimal nach drei und maximal nach sechs Wochen folgen soll.
Daniela Hüttemann
28.01.2021  17:38 Uhr

Bislang heißt es im offiziellen EMA-Dokument, der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels von Tozinameran (Comirnaty®): »Comirnaty wird nach Verdünnung intramuskulär in einer Impfserie von zwei Dosen (je 0,3 ml) im Abstand von mindestens 21 Tagen verabreicht. Nun hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA diese Formulierung geändert, damit das Impfintervall nicht über die Maßen ausgedehnt, wie vielerorts vorgeschlagen wurde.

Nun heißt es, die zweite Impfdosis soll »drei Wochen nach der ersten Dosis« erfolgen, und zwar frühestens nach 19 und maximal nach 42 Tagen. Das entspricht dem Intervall, das in den Zulassungsstudien untersucht wurde. Dazu passend wurde ein Satz in der Produktinformation (zunächst nur in der englischen Version) ergänzt, dass 93,1 Prozent der Probanden die Zweitdosis 19 bis 23 Tage nach der ersten Dosis erhalten haben. »Derzeit liegen keine klinischen Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs bei Verabreichung über die in der klinischen Studie verwendeten Intervalle hinaus vor«, betont die EMA heute in einer begleitenden Pressemitteilung.

Der Moderna-Impfstoff soll im Abstand von 28 Tagen verimpft werden (maximal 42 Tage). Die Vektorvakzine von Astra-Zeneca, deren Zulassung für morgen erwartet wird, hat ein Intervall von neun bis zwölf Wochen. Wichtig ist, eine einmal begonnene Impfreihe mit dem gleichen Präparat wie die Erstdosis abzuschließen.

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