| Melanie Höhn |
| 09.09.2026 15:30 Uhr |
Anna-Lena von Hodenberg (Mitbegründerin von HateAid) kritisiert, dass eine ganze Industrie von den Fakes profitiere: »Nicht nur Meta und Google, sondern auch die Hosting-Anbieter. Überall, wo das angezeigt wird, gibt es eine ganze Industrie, die da mitverdient.« Für Betroffene sei die Situation besonders schwierig, weil die Plattformen nicht verpflichtet seien, Inhalte selbstständig zu suchen und zu löschen. Stattdessen müsse die Person, deren Identität gestohlen wurde, die Inhalte selbst finden und melden.
Ihr konkreter Rat an Betroffene: »Das allererste ist eigentlich Beweisung zu sichern. Der erste Schritt muss eigentlich sein, eine Strafanzeige zu stellen.« Gleichzeitig warnt sie vor der derzeitigen Situation: »Ich kenne keinen Fall, wo wir es geschafft haben, alle Inhalte aus dem Internet zu löschen. Ist es einmal drin, ist es dort.« Deshalb brauche es politischen Druck und öffentliche Aufklärung. Wichtig sei, dass Menschen über das Thema breit informiert werden, sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in den etablierten Medien, um geschützt zu werden.